Wednesday, 23 September 2009

Herbst

14.9.: Der Waschhausplatz sieht schon wesentlich besser aus jetzt. Hab Himbeeren gefunden, die zwischen den alten Mauerresten wachsen. Die hab ich schön in eine Reihe gezogen und das Unkraut drunter rausgezupft. Falls ich’s schaff werd ich noch ein wenig Erde drauftun, aber die kommt vom Graben, der erst gegraben werden muss *grins*.

Immerhin ist das Wetter nun sehr schön, zwar schon ein wenig frisch, aber sehr sonnig. Heut haben wir das kleine Hoppelhäschen gesehen, es saß auf der Fußbrücke und hat sich gesonnt. Sehr niedlich!

Die Bäume sind noch überwiegend grün, aber die ersten bunten Blätter sind schon unterwegs.

20.9.: So, heut ist zum Glück wieder Sonntag. Letzte Woche war gar nicht nett. Ein Bekannter (53) ist gestorben, Freitag war die Beerdigung. Ich weiß da immer nie, was ich sagen soll. Seine Frau und seine Töchter waren tapfer, aber einfach wird die nächste Zeit sicher nicht. Er war ein netter Mensch, der gern gelacht hat und Freunde am Leben hatte. Er wird doch sehr fehlen.

Außer, dass ich zuviel Schokolade ess, geht’s mir/uns aber gut. Heut war nochmal ein richtig schöner Tag mit viiiiel Sonne. Zwar ist es doch schon ein wenig herbstlich frisch, aber in der Sonne kann man noch schön auf unserer Bank draußen sitzen. Überall funkeln die Spinnweben, heute morgen noch mit Tautropfen darin. Die ersten bunten Blätter segeln zu Boden und die Schwalben sammeln sich.

Am Montag (morgen!) kriegen wir Besuch aus Amerika (das ist dann der neue Rekord, Liz aus Konstanz muss dann leider den Pokal abgeben *grins*). Max’s Tante kommt mit Tochter zusammen mit seinen Eltern. Sie schlafen im B&B, so haben wir weniger Stress. Aber das Haus muss trotzdem geputzt werden. Im Garten haben wir während der Woche nochmal gefegt ;-) Max hat gestern auch unser Loch wieder zugeschüttet. Wir hatten nach einer verschollenem Abwasserrohr gegraben. Und es auch gefunden! War zwar kaputt, konnte aber repariert werden. Sehr gut! So fällt niemand ins Loch.

Durch das kältere Wetter wächst alles langsamer, so haben wir mehr Zeit mit dem Unkraut rupfen. Das ragwort schwächelt doch auch schon, so dass wir wohl beim zweiten Schnitt wesentlich weniger Arbeit haben. Sehr gut!

Übrigens hab ich angefangen Gras auf den Waschhausplatz zu legen. Das hab ich vor den Kuhställen (/sheds) ausgestochen. Da woll mer’s nicht, also kommt es rüber, wo wir es wollen. Man darf nur nicht zuviel auf einmal ausstechen, sonst kriegt man’s nicht mehr in die Schubkarre... Ist doch ganz schön schwer! Aber wenn dann mal alles begrünt ist, sieht es um Welten besser aus. Man kann’s schon erahnen.

Diesmal war ich Sa arbeiten, da wir ja am Fr weg waren. So bin ich heut ein bisschen k.o.er als sonst. Der Wind hat zweimal von vorn geblasen. Beim Rein- und beim Rausradeln. Auf dem Heimweg hab ich eine Kartoffel gefunden. Ist wahrscheinlich von nem LKW runtergekullert.

Max fängt am Donnerstag an für seinen neuen Job. Caretaker, sowas wie Hausmeister. Da hat er ewig auf ne Antwort gewartet. Bin mal gespannt, wie das so wird und was er da alles machen muss. Bei der Post gibt’s grad nix für ihn zu tun. Alle sind ausm Urlaub da und gesund. So passt das ganz gut.

Ein Bekannte zieht heute übrigens in ein Häusle auf der andren Seite von Turriff. Das ist schön, da kann man sie mal öfters besuchen kommen. Sie hält den Rekord an Besuchen bei uns. War glaub schon 4 Mal da.

23.9.: Soo, der Besuch aus Amerika ist weg. War seeh schön. Die sind ja beide sehr nett ;-) Am Mo hatten wir hier Abendessen gemacht für sie. Fliegenpilz-Vorspeise (ein Ei mit einer halben Tomate drauf mit weißen Majo-Kleksen und Petersilien-„Gras“ außenrum.), Nudeln mit allemmöglichen untergemischt zur Haupt-, und Brombeercrumble (Crumble ist in Mehl und Zucker gewälzte Butterklümpchen, die einfach auf die Früchte draufkommen und das wird dann schön gebacken: mjamm!) zur Nachspeise. Dazu Wein und munteres Geplauder. Ein gelungener Abend! Gestern dann Kamen sie nach einem üppigen B&B-Frühstück (das übrigens Deutschen gehört (also das B&B, net das Frühstück) und einer kleinen Turriff-Seitsiiingtuhr (sightseeingtour), dann gab’s eine Besichtigungstour mit Teepause auf der Picknickbank, Mittagessen, einen Graben graben ;-), Kuchen zum Tee und Fotos anguggen. Abends sind wir dann zum Essen ins Deveron Country House gegangen, um unser Einjähriges Mühlenjubiläum (Schlüssel und eingezogen am 22.09.08) zu feiern. Nochmal ein gelungener Abend. Jeder hatte also Spaß und war auch nie gelangweilt (das kommt hier sowieso höchst selten vor ;-). Vielleicht kommt Max Cousine gleich nächstes Jahr wieder zusammen mit ihrem Mann (der konnte diesmal nicht, weil er durch die Nordwest-Passage gesegelt ist und rund um Amerika).

Am Montag hatten wir übrigens einen Putz- und Aufräumtag. In letzter Zeit war doch so einiges irgendwo liegengeblieben; das war eine gute Gelegenheit endlich mal alles wieder an den gewohnten Platz (falls man davon reden kann) zurückzutragen und die Staubflocken aus den Ecken zu holen. Jetzt glänzt und blinkt alles in der morgendlichen Herbstsonne.

Sunday, 6 September 2009

endlich ma widda

Sooo, wieder ne Woche rum. Hauptsächlich hab ich diesmal Ragwort ausgerissen und abgeschnippelt. Max hat fleißig Briefe verteile und Päckchen. Da seine Kollegin grad im Urlaub ist, musste er ganz schön ran und gleich drei Wochen am Stück 6 Tage arbeiten. So war er doch immer ein bisschen müd und hat nur ein wenig helfen können.

Ein Freund von Max war hier, vorletztes Wochenende. Zuerst hat er geholfen Ragwort rauszuziehen. Er hat gemeint, das sei Urlaub für ihn, da er sonst eher einen Computerjob hat. Er wohnt in Aberdeen, hat zwei Kinder und eine Frau, die aber grade alle drei in Russland (da kommt seine Frau her) im Urlaub waren.

Als Belohnung und da es Sonntag war, sind wir faul gewesen und haben einen kleinen Ausflug gemacht. Zum Haddo House. Das ist ca.15 miles (so 20km) von hier. Ein riesen Country-Haus-Landsitz-Schloss-Dings mit allemmöglichen Grimsgrams, schicken Wänden und Teppichen und einem Riesenpark drumrum. Hinterher gab’s noch ein Tässchen Tee im Tearoom.

Letztes Wochenende war großes Traraa angesagt. Turra Show. Unsere Erste. Ein wenig wie New Deer Show, nur viel viiiiel größer. Auch das Wetter war besser. Es gab Oldheimer (oder Old-timer)-Traktoren, Motorradfahrer-auf-Schanze-und-über-Laster-Springerer, Sulkyrennen, allemöglichen Stände mit Würstchen, Traktoren, Öltanks, Rehfleischklops-Semmeln, Hausgemachtes (Shortbread, Haferkekse, etc.) und Selbstgepflanztes (Zwiebel, Gurken, etc.), Ziegen, Schweine und Gänse, Kühe, Pferde und Esel, Mähdrescher, Ein Zelt voll Essen und Whiskey, ein Zelt voller Bilder, Strohpüppchen und anderen Handarbeiten, einen Rummel mit Achterbahn und Autoscouter, Losbude und Hasen schießen, Schafswettrennen und natürlich Hanna auf dem Umzugswagen mit den WRI-Frauen. Diesmal haben wir nur den 2. Platz ergattert. Den ersten allerdings für Dekoration. Und Spaß hatten wir auf jeden Fall.

Am Freitag vor der Show übrigens, das hätt jez irgendwie noch davor gehört, waren wir auf einem Konzert. Aly Bain und Phil Cunningham. Aly Bain ist DER schottische Geiger (Fiddler). Phil spielt Akkordeon. Und gemeinsam sind sie wirklich sehr unterhaltsam. Nicht nur die Musik ist professionell und einfach fantastisch anzuhören, zwischendurch wird das Publikum mit kleinen Witzen und Anekdoten bei Laune gehalten.
Ein gelungener Abend. Auch das heimradeln hinterher war nicht schlimm. Es hat nur ein bisschen getröpfelt.

Mittlerweile und dank meines eignen Fahrrads, das mit all den Kisten von D gekommen ist, ist es leichter und leichter nach Turriff reinzuradeln und den Bus hab ich schon länger nicht mehr bemüht. Rein schaff ich’s jetzt in ca. 35 Minuten. Heim brauch ich dank Berg und daher Pausen ca. 45. Aber auch im machbaren Bereich.

Hmmmmm. Max kocht grad und ich hab Hunger. Riecht lecker! Mjamm!

Noch ne Neuigkeit: Ich mach grad Pause vom Charity-Shop. Da das Ragwort grad doch ein wenig viel Energie verbraucht und Max ja jetzt n Job hat (sp), hab ich das erstmal auf Halt gestellt. Freitags geh ich aber nach wie vor mein Taschengeld verdienen.

Max hat jetzt uebrigens noch n Job. Caretaker. Das ist sowas wie Hausmeister. Er hat noch nicht angefangen. Wann weiss er auch noch nicht. Es ist in einem Gemeinschaftszentrum (oder sowas) in Turriff. Er muss 4 Tage die Woche jeweils von 4 bis 9 abends schaffen. Was genau wird sich noch zeigen...

Hab ich euch schon vom Hasen erzählt? Wir haben jetzt ein kleines Häschen im Garten. Es hoppelt manchmal auf der Wiese rum. Und bisher hat’s auch noch nicht meinen Salat gefressen. Falls es das macht, kommt es in den Topf. Wenn nicht, lassen wir es schön fett und groß werden und dann essen wir seine Kinder. Aber es ist einfach zu knuffig, es anzuguggn, wie es draußen an den Blumen knabbert und dann hüpft und guggt. Wollt doch schon immer ein kleines Häschen haben. Am Dienstag oder so hab ich drei Rehe aufgescheucht, als ich zum Ragwortrupfen ins Tal (oder Südende, wie auch immer) gekommen bin. Die haben sich über den Zaun verdünnisiert.

16.8. Gestern war nochmal float angesagt. Diesmal Foggie Flower Show. Foggie ist Aberchirder, das nächste Dorf/Städtchen nord-westlich von uns. Wir haben den ersten Preis für Unterhaltsamkeit bekommen. Danach waren wir noch ein wenig feiern, aber heut ist ja Sonntag :-)

2.9. Mittlerweile bin ich ein Jahr älter. Schlauer? Hmmm...

Ansonsten gibt’s immernoch Ragwort zu pullen, Holz zu sägen, Gräben zu graben, etc. Hab auch mal angefangen (endlich) den Waschhausplatz schöner zu machen. Die alten Fundamente sind ja noch da. Dazwischen waren Reste von Schornsteinen, Müll ohne Ende, Unkraut, etc. Hab versucht es erstmal eben zu machen, so dass man dann Erde drauftun kann und vielleicht erstmal Gras über die Sache wachsen lassen kann. Was genau wir dann damit machen, wiss mer noch nicht. Wollte erst ein Kräutergärtle, aber ist vielleicht zu schattig...
In den Fundamenten war übrigens auch noch ein Baumstumpf, den hab ich aber ausgegraben. War n ganz schöner Brummer.

Max hat angefangen, das Mühlendach zu reparieren. Erstmal nur wasserdicht(er) machen. Dann können wir drinnen den Boden neu machen und dann das Dach gescheit. Je mehr wir an der Mühle machen, desto kleiner erscheint sie uns. Anfangs dachten wir, oh du Schreck, was für ein Riesengebäude! Wo soll mer da bloß anfangen? Aber jetzt ist es in machbare Nähe gerückt. Wir haben drinnen schon ordentlich Müll rausgeräumt (inklusive einer mumifizierten Katze: ja pfui, igitt!) und Erde rausgeschaufelt. Und dank Max Löcherabdeckkunst ist es fast schon trocken innen. Sehr gut!

Letzte Woche war ich übrigens auf Kurzurlaub. Bin am Sa nach Kirkcaldy runtergefahren, das ist in Fife nördlich von Edinburgh. Da wohnt ne Bekannte von mir. Ihre (eine) Tochter ist seit kurzem mit einem Griechen verheiratet und was Kleines ist unterwegs :-)

Und neben dran in Kinghorn ist das Ecology Centre. Da hab ich mal als Volunteer gearbeitet und die Leute da sind so unglaublich nett, dass ich sie ab und zu besuchen komme. Das Sommerfest war ein guter Anlass, da sind sie alle auf einem Haufen :-) Ein schönes, aber nicht grade erholsames Wochenende. Durch die lange Fahrt (doch einige Stunden) wird man doch immer müde.

Am Freitag, 4.9. gab’s n bisschen Hochwasser. Unser Bächle war ziemlich hoch, das Haus war aber weit genug weg. Anstatt unter der Brücke ist es über die Brücke geflossen. Der Fußgängersteg war aber noch oberhalb. Max wurde von seinem Chef mit dem Auto abgeholt und ich war erst am Samstag arbeiten, diesmal. Die Straße nach Turriff rein war nämlich ein bisschen überschwemmt. Man konnte da nimmer durch. Mitm Auto kann man easypeasy außenrum zur nächsten, aber das wär dann von uns aus ca. 2 Stunden mitm Rad. Und wieder zurück! Aber durch die Nettigkeit der Leute war auch das kein Problem. Sie denken zwar, wir wärn n bisschen bekloppt, aber trotzdem helfen sie uns, wo’s geht. Das ist wirklich echt was tolles, wenn die Nachbarn so zusammenhalten. Vielleicht können wir uns demnächst ja mit einem Kohl bedanken? Im Moment sieht’s zwar ein wenig nass aus auf den Beeten, aber heute hat die Sonne schön geschienen, so dass es doch schnell trocknen dürfte. Der Fluss ist zum Glück nicht ÜBER die Beete geflossen, war weit genug weg.

Nu is aber alles wieder normal. Da ich am Freitag nicht arbeiten konnte, hab ich mich (natürlich) hier nützlich gemacht. Hab angefangen Dachbodenisolierung über Küche und Bad reinzustopfen. Glaswolle ist ein ekliges Zeug mit Minifusseln, die überall rumfliegen und einen zum Jucken bringen. Aber ich hoffe, dafür ist die Temperatur im Bad dann im Winter weniger nahe am Gefrierpunkt als letzten Winter. Und diesmal fahren wir auch nicht im Februar weg, so dass wir hoffentlich ohne Lecks auskommen. Da hatten wir genug, letztes Jahr. Und sowieso mit dem Rayburn sollte der Winter wesentlich weniger kalt werden als der Letzte. Zu Graben haben wir auch noch genug, also, falls es doch kalt wird, wir wissen, wie man wieder warm wird ;-) Mehr Holz brauchen wir jetzt auch IMMER.

Oki, so much...

Sunday, 19 July 2009

technik, gaeste, wetter, schrott und unkraut

Sooo, was nun schon alles wieder passiert ist! Also, zuerst fällt mir da ein, dass mein Laptop seinen Geist aufgegeben hat und alle meine E-Mail-Adressen und Dateien weg sind. Das wichtigste hatte ich zum Glück auf CD oder USB-Stick gespeichert, so dass das wieder herstellbar war. Einige Adressen jedoch sind floeten gegangen. Also, falls sich einer wundert, dass ich ihm auf seine letzte nicht antworte, bitte noch mal schicken, zumindest bitte die Adresse an mich senden.

Außerdem waren meine Eltern ein paar Tage da. Sie haben uns schön geholfen, gesägt, Unkraut gezupft, etc. Aber auch kulturell sind sie ein bisschen auf ihre Kosten gekommen. Wir waren beim Bagpipe-Wettbewerb in Turriff letzten Sonntag (7.6.) und am Dienstag (9.) zuerst in einer Whisky-Brennerei, dann in einem Schloss und hinterher noch am Strand. In Schottland geht das alles an einem Tag. Sowieso und überhaupt ist Schottland ja eins der besten Touristenziele der Welt. Und für den Strand kam auch extra noch die Sonne raus, die sich in der letzten Zeit doch etwas rar gemacht hatte...

Jetzt, seit Montag (8.), ist auch meine Schwester da. Sie war beim Segeln in Holland und dachte, dass sie dann eh schon fast da ist. Naja, fast :-) Sie war also auch mit im Schloss etc, aber die Bagpipeshow hat sie leider verpasst. Die war sehr toll! 17 Bands haben gespielt und am Schluss sogar alle zusammen!! Aber draußen braucht man da keine Ohrenstöpsel :-)

Am Wochenende bevor meine Eltern gekommen sind (30. und 31.Mai) war eine Freundin da, die wir in Culdees (verrückte Farm am Loch Tay) kennengelernt hatten. Sie hat einen 4 Jahre alten Sohn und wir haben sie seit Culdees nicht mehr gesehen. Es war sehr schön! Und vor allem das Wetter! Am Sonntag (31.5.) sind wir an’s Meer gefahren. Wir mussten uns gut eincremen. Baden allerdings ist hier zuuuu kalt. Man kann mit den Füssen rein, manche schaffen’s bis zum Knöchel, aber das Wasser kommt ja direkt vom Nordpol! Nein, Eisschollen haben wir nicht gesehn *grins*

Der Kleine hat auch einiges angestellt. Gleich nachdem sie angekommen waren, hat er eine Tüte Hafermehl aus dem Auto geschnappt und kopfübergehalten. Jetzt kriegen unsere Vögel Futter. Die freut das sehr! Außerdem hat er unsere Becher in den Fluss geworfen und später auch den Sonnenhut seiner Mutter. So hatten wir eine Menge zu tun, waren froh, dass sie nicht allzulang blieben. Nur ein Glas ging zu Bruch...

Natürlich war es auch gut, dass sie da waren, sonst wären wir ja nicht an’s Meer gekommen *grins* und natürlich war es schön, unsre Freundin wieder mal zu sehen. Sie war in Kanada und hat dort so einiges erlebt. Unter andrem auch, dass sie wie eine Verbrecherin behandelt wurde, nur weil sie nicht wusste, dass man Geburtsurkunden seiner Kinder mitnehmen muss. Anscheinend werden dort Kinder verkauft! So wurde sie beim ersten Mal abgewiesen, nachdem man sie wie eine Kriminelle verhört hat, fast schon gefoltert! Des fand ich ja schonma krass...

Aber zurück zur Mühle: im Moment ist Hogweed-Alarm. Die fangen an Samenstämme in die Luft zu schießen. Die werden von uns gnadenlos umgesäbelt! Wenn wir es schaffen, sie davon abzuhalten Samen in die Gegend zu samen, dann haben wir ne Chance, die Dinger loszukriegen. Und heute (10.6.) erst haben wir gemeinsam etwa 3 Eimer voller kleiner Zwerghogweeds ausgegraben. Das waren etwa 600 Pflanzen. Jede von denen hätte wieder 50.000 Samen produziert!!!! Das erspart uns also das Ausgraben von 30000000 im nächsten Jahr!!!!!!!!!! Das sind 30 Millionen!! Naja, wir haben immernoch ca. 8000 Pflanzen übrig, das wären 400000000 Pflanzen fuer’s nächste Jahr, falls wir sie nicht am Samen hindern... Ok, es gehn nicht alle Samen auf und sie samen nicht alle jedes Jahr, sondern nur einmal am Ende, aber is noch schlimm genug... Naja, aber immer schön die 9000000 vor Augen halten, die wir schon nicht mehr haben! Und weitermachen!

Ansonsten wächst unser Gemüse wie blöd, könnte man fast schon sagen. Die Radieschen sind einfach riesig! Schmecken lecker! Heute haben wir auch mit der Salaternte begonnen, ebenfalls sehr lecker!

Im Shop haben wir einen Poltergeist. Da liegen immer Sachen von den Regalen auf dem Boden, wenn morgens der erste aufschließt. Außerdem wurde beobachtet, wie ein Gegenstand durch den Laden FLOG!!! Von zwei Personen! Und es gibt diverse andere Erlebnisse, die auf einen Geist hinweisen, wie wehende Kleiderreihen, etc. Wir wollen jetzt mehr über den Laden rausfinden. Was wir allerdings schon wissen ist, dass es früher die Metzgerei gewesen ist. Die Hacken für die Schweine, etc. hängen noch in der Decke. Ganz schön gruselig!

Meine alte Lady, bei der ich saubermachen geh, ist vor 2 Wochen 97 geworden. Leider ist sie letzte Woche gestürzt, so dass ich mir Sorgen mache. Sie war nachts vom Rollstuhl ins Bett geklettert und hat das Bewusstsein verloren. Sie sah ein bisschen blass aus. Ich hoff, es geht ihr am Freitag wieder besser.

Ansonsten wärmt der Raeburn und jetzt bin ich müde :-)

So, da bin ich wieder ;-) Wollt euch doch noch von den Fledermäusen schreiben. Die flattern jetzt immer vorm Fenster herum. Die können net warten bis es dunkel ist, hier wird’s ja fast gar nicht dunkel... Die flattern und saussen. Hab auch schon ein Foto versucht, aber man sieht nur einen schwarzen Strich drauf ;-)

Heute haben wir Müll neben der Mill weggeräumt. Altes Holz, kaputte Ziegel, Stricke, Wurzel, ne Pflugspitze, Türscharniere, Dachrinnenteile, alles Mögliche eben... Dann haben wir noch ein Gemüsebeet angelegt, nachdem die andren Dinge so schön wachsen ;-) Da haben wir gleich die Erbsen rein, die schon im Paperpot gewachsen waren. Paperpots sind (falls ich’s noch nicht erklärt hab) um Klorollen gewickelte Zeitung, die man als verrottende „Blumentöpfe“ hernimmt, um seinem Gemüse einen Vorsprung gegenüber dem Unkraut zu verschaffen ;-).

So, nu is schon wieder der 20.6. Wie die Zeit vergeht, Kinder! Seitdem ist die Nora auch wieder gut zuhaus angekommen. Außerdem ging’s meiner Lady wieder besser. Sie hat am Freitag Pferderennen geguggt mit der Queen! Also die war im Fernseher *grins* Da hat sie mir immer wieder die Hüte und alles gezeigt, das war sehr nett und am Schluss hab ich auch noch Schokolade gekriegt, die wir beim Kühlschrank abtauen gefunden haben *hihi*.

Ansonsten geht’s jetzt jeden Tag runter zum Hogweed. Wir haben bisher 3 gefunden, die ihre Blüten draußen hatten. Aber ansonsten sieht es sehr gut aus. Wir stopfen die Blütenbeulen jetzt immer in schwarze Müllsäcke, da können se vor sich hinrotten, die Ollen... Aber die Teile sind nicht leicht kleinzu kriegen. Anfangs dachten wir es würde reichen nur den Stängel umzusäbeln, aber Pustekuchen! Die wachsen einfach weiter! Auch wenn sie gar nicht mehr mit der Wurzel verbunden sind! Die biegen ihre Köpfe nach oben und öffnen die Blütenbeule. Da muss mer echt aufpassen jez. Wir hoff nur, dass es dann bald auch wieder ruhiger wird und sie aufgeben... Wir geben auf jeden Fall nicht auf!

Auch der japanische Knöterich wird fleißig umgesäbelt. Wir denken, dass er so nicht weiterwachsen kann und doch irgendwann aufgibt. Mal schaun, hoffen, dass die Rechnung aufgeht.

Letzten Mittwoch kam eine Freundin in den Laden, die drei Monate in Neuseeland war. Nun ist sie wieder zurück! Wir waren zusammen Mittagessen, das war sehr gut!

Nächsten Sonntag (28.) kriegen wir schon wieder Besuch. So wird’s uns auf keinen Fall langweilig ;-)

Max hat angefangen, das Mühlendach zu reparieren. Zuerst kommen mal all die losen Ziegel sicher zum Boden, bevor man anfangen kann die Balken zu reparieren, die angerottet sind und dann die Ziegel alle wieder drauf.

Nun ist schon wieder der 12. Juli und ich hab’s immernoch nicht geschafft, den Blog ins Netz zu stellen, weil nun das Internet auf meinem neuen Computer irgendwie nicht mehr mag. Und ich hab noch keine Zeit/Lust gehabt den Experten anzurufen und mit ihm durch alle Kästchen zu klicken und die Einstellungen zu überprüfen... Das dauert immer eeeewig und ich hab wirklich besseres zu tun. Wenn der Max mal seinen nicht braucht, werd ich’s aufn Stick laden und dann von seinem aus hochstellen.

Da wären wir auch gleich bei der nächsten Neuigkeit. Der Max hat jetzt n Job! Er ist (erstmal als Aushilfe) Briefträger. Zur Zeit wird er eingelernt, da darf er mit einer Kollegin im Auto rumfahren. Die geht dann in Urlaub oder was und dann übernimmt er ihre Runde. Das ist ganz ok. Er muss erst um 9 Uhr anfangen. So ist das reinradeln kein Problem. Und da er ja auch nicht durch die Gegend latschen muss, schafft er auch zurück locker.

Im Garten haben wir das Hogweed unter Kontrolle. Es gibt langsam auf neue Blüten zu schieben, die haben wir ALLE komplett abgesäbelt. Und das, obwohl diese Pflanze wirklich bösartig ist. Das Gift verbrennt einem die Haut, so dass man nur im „Raumanzug“ in die Nähe kann. Als es letzte Woche so heiß war, war das KEIN Vergnügen. Aber was muss, das muss. Jez werden’s jeden Tag weniger Bluetenblobbs, die man einsammeln muss. Achja, wenn man die riesen Stiele nur umhaut und die Blüte aber dranlässt, wächst das Zeug einfach weiter. Man muss den Blütenkopf nochmal extra abhacken und dann am besten in einen schwarzen Müllsack stopfen.

Das haben wir gemacht und da läuft jetzt eine absolut stinkende Brühe unten raus, echt eklig! Pfui! Aber das ist genau, was wir wollen, denn dann rottet alles schön ;-)

Auch den japanischen Knöterich haben wir unter Knotrolle. Der wird schön ausgerissen, jedesmal, wenn er sich wieder hochtraut. Das am verbreitetste Übel allerdings, das Kreuzjakobskraut (oder ragwort auf Englisch), haben wir noch nicht unter Kontrolle. Wir haben aber angefangen es da auszureißen, wo es eher vereinzelt wächst. Das kommt ebenfalls in Plastiksäcke oder vielleicht wird es getrocknet und dann verbrannt, das wiss mer noch nicht, weil mer erst rausfinden müssen, wie genau das Gift wirkt. Da gibt’s widersprüchliche Angaben...


Nu is schon der 19. Juli. Heute hab ich ganz fest vor, den Blog hochzustellen! Aber zuerst noch die neusten Neuigkeiten hinschreiben.

Das Ragwort ist überall, so dass ich jetzt mal den Versuch gestartet hab, nur die Blüten oben abzuschneiden. Da muss ich morgen mal guggn, ob die nun aufgeben, oder einfach neue Blüten bilden. Haltet die Daumen!

Achja, am 12. wollt ich noch dazu schreiben, dass wir am 8. ein BBQ oder auch Grillabend hatten. Zu Max Geburtstag haben wir ein paar Freunde eingeladen. Leider hat es etwas geregnet, so dass wir den Raeburn zur Hilfe nehmen mussten. Aber unter einer Schubkarre hatten wir doch unseren Grill an, für die Geschmacksvollendung :-)

Was ich noch schreiben wollte, war, dass unser Besuch, Max Eltern, uns geholfen haben die letzten Bäume neben der Mühle umzusägen und auch die Hälfte einer toten Mega-Ulme, die das Hühnerhaus überhing, wurde sicher zu Boden gesägt.

Da Max jetzt n Postie ist (fürs Erste), hab ich meine Stunden im Charity-Shop etwas gekürzt, weil hier sich ja sonst noch mehr Arbeit ansammelt. So bin ich nur noch Mittwochs dort zu finden.

Gestern hatten wir übrigens ne Menge Spaß. Wir, das sind diesmal die Frauen vom WRI (women’s rural institute, sowas wie Landfrauen), haben die Woche über einen Umzugswagen hergerichtet. Der stand praktischerweise bei unseren Nachbarn, so dass ich es nicht weit hatte.

Gestern hatten wir dann unseren ersten „Auftritt“ damit. Wir waren bei der New Deer Show. Da gibt’s n Haufen Schweine und Kühe zu begutachten und Autoscooter, etc. Und auch n kleinen (4 Wägen) Umzug. Die Wägen wurden alle bewertet und dann gab’s für die Besten Preise. Und jetzt ratet mal, wer den ersten Platz gemacht hat?! Genau! Die Forglen WRI :-) Wir hatten Mords Remmidemmi und sehr gute Deko.

Da sind wir dann gleich noch ein wenig feiern gegangen hinterher ;-) Das war dann auch noch mal sehr lustig. Auch bei unseren Nachbarn, so dass ich’s wieder nicht weit nach Hause hatte ;-)

Leider hat’s geregnet, so dass gar nicht soo viele Leute da waren zum anguggn. Naja, heute hat dann endlich mal wieder die Sonne geschienen und wir konnten endlich Max’s verspätetes Geburtstagsgeschenk einweihen: Eine Bank zum draussen sitzen.

Und grad gab’s noch einen Superregenbogen, als die Sonne voll in einen starken Regenguss geschienen hat. Ich mag Regen mehr als Hitze.

So, jez aber ab die Post...

Sunday, 3 May 2009

Raeburn :-)

Soo, und schon wieder schreibe ich euch was, weil’s gar so schön ist ;-) Seit Mittwoch abend ist der Raeburn eingeweiht. Absoluuuuuuuuuuuuuuuut wuuuuuuuundertoll! Es ist warm in dem Raum, das Wasser ist heiß und das Essen wird superknusprig ;-)

Nachdem wir einmal grob durchgewischt haben, haben wir auch das Sofa und den Fernseher wieder zurück in den Raeburn-Room gestellt, wo wir nun schön im Warmen sitzen.

Draußen ist es zwar schon größtenteils Frühling, aber noch nicht so wie bei euch. Einige Bäume haben immernoch keine Blätter, die Sonne scheint, aber heute hat kalter Nordwind geblasen *huuu!*, die Vögel zwitschern (wir haben auch Schwalben, die schon wieder da sind vom Süden) und das Bächle gurgelt (wie immer ;-). Die Blumen im Vorgarten sind schon schön da, da hat die Vorbesitzerin schön was reingepflanzt, das wächst einfach ohne viel zutun. Primeln und Osterglocken und seit heute auch gelber Mohn.

Gestern haben wir einen Apfelbaum gepflanzt. Das ist ein Experiment, da er aus einem Kern stammt. Naja, tun se doch alle, aber dieser hier aus einem normalen gekauften Apfel. Hab ich einfach aus Jux mal in Erde gesteckt und schwubs! ist es einfach gewachsen :-)

Unser Wasser-System geht grad übrigens auch sehr schön, da Max neue Dichtungsdinger rein hat. Da war nur so alter Stoff drin und Max hat n ordentliches Seildings rein. Keine Ahnung, wie des fachspezifisch genannt wird ;-)

Morgen ist May Day in Turriff, hoffentlich ist das Wetter schön. Es gibt Musik und bunte Buden und angeblich auch German Barbecue Sausages. Bin mal gespannt :-)

So, das muss reichen für heut.

Tuesday, 28 April 2009

LKWs u.v.m.

So, weil ich heute, Sonntag, ganz faul bin, hab ich wieder Zeit zum tippen. Max ist nach Turriff geradelt, da ist ein car boot sale (Kofferraumverkauf), Flohmarkt. Jeder kommt mit seinem Auto angefahren und klappt den Kofferraumdeckel hoch. Dann kommt ein Tisch davor und man weiß, warum es car boot sale heißt ;-) Apropors Flohmarkt. Wir mussten feststellen, dass wir Flöhe im Haus haben. Vermutlich hatten ein paar in den alten Teppichen überlebt. Max hat nur einen Stich, aber einer muss in meinem Socken gewesen sein und hat 37 mal gebissen: autsch! Wir haben drei gefangen und mehrmals hypergründlich gestaubsaugt. Im Moment gab’s keine neuen Bisse/Fänge. Wenn se wiederkommen, müss mer doch ein wenig Chemie bemühen… Ein paar von den Teppichen ham wer rausgeworfen, aber es ist sehr ungemütlich. Naja, das wird wohl demnächst fällig.

Der Raeburn steht mittlerweile schon auf seinem Platz. Die Aschetür hat Max auch in die Wand (draußen) gemauert. Gestern haben wir angefangen das Rohr in den Kamin einzumauern. Das wird noch ein bisschen brauchen und dann muss der Beton ja auch wieder erst trocknen. Dann noch die Wasserrohre anschließen und einheizen :-D Da freuen wir uns schon sehr drauf! Nächste Woche wird’s dann vermutlich soweit sein!

Ansonsten grünt’s und blüht’s. Heute ist die Sonne auch wieder draußen. Die letzten Tage warn ein bisschen grau und auch noch recht frisch. Ich sitze grade auf der Treppenstufe vorm Haus in der Sonne, esse Ostereier und lass mich vom Plätschern des Bächles bemurmeln.

Gestern hab ich auch endlich das Gemüsebeet weitergegraben. In Paperpots (über ne Klorolle gewickeltes Zeitungspapier, das dann wegrottet, wenn die Pflanzen größer werden) haben wir schon Samen ausgesät und die werden jeden Tag grüner. Montag werd ich dann die Beete (hoffentlich) fertig kriegen, so dass wir rauspflanzen können. Max hat schon Kartoffel raus, mal schauen. Das erste Jahr wird wohl eher ein Experiment.

Während Max fleißig am Raeburn gebastelt hat, habe ich hinterm Haus weitergegraben. Der Hang hatte am Haus über die letzten Jahrzehnte etwa 40cm Erde aufgeschüttet gehabt, so dass es nasse Füße hatte. Max Vater hatte ja angefangen rund um die Küche und ich hab dann den Rest noch ausgeschaufelt.

Nächste Woche kriegen wir übrigens Besuch: den ersten aus Deutschland seit ich in Schottland wohne. Eine Freundin, die ich aus Konstanz kenne, kommt mal nach Schottland: Juchuuuuu! Froi!

Gerade flogen ein Schmetterling und eine dicke Hummel vorbei ;-)

Ein weiteres Erlebnis war die Holzlieferung, die ein Quasi-Geschenk der Raeburn-Verkäufer war. 500 Pfund wert Holz. Naja, soviel ist es glauben wir eher nicht, aber doch n ganz ordentlicher Stapel und auch trocken ;-) Auf jeden Fall kam dieses Holz auf einem Laster und der fuhr, ohne eine Wort zu sagen unseren Driveway runter und hat dann versucht vor der Mühle umzudrehen. Da ist aber nicht genügend Platz! Ein Auto, ja, kein Problem. Also ist er schonmal im Matsch stecken geblieben. Wir haben also aus dem Fenster geschaut, beim Frühstück und sahen diesen Laster, wie er sich im Matsch eingrub. Wir rannten gleich mit dem Spaten bewaffnet raus. Wir schaufelten die Erde hintern den Rädern weg und legten Steine drunter. Wär er nun grade zurückgefahren, wär alles kein Problem gewesen. Aber nein, der Trottel! Dreht das Lenkrad und fährt somit von den Steinen runter, wieder in Matsch. Und anstatt aufzuhören, fängt er an, panisch die Hinterräder durchdrehen zu lassen. Als ob das was bringt… Und so also, rutsch der Laster näher und näher an den Bach! Ich hab scho Schiss gekriegt, dass gleich alles den Bach runter geht *haha*. Wir haben beschlossen, mal lieber das Holz abzuladen. So wird das wenigstens nicht nass *grins*. Und nachdem er dann zuerst noch vorwärts immer weiter in den Matsch gefahren ist, haben wir den unfähigen Typen dazu gekriegt, endlich aufzuhören, sich wie ein irrer Trottel zu benehmen. Zuerst haben wir versucht einen Nachbarn mit einem Traktor anzurufen, aber die waren alle auf dem Bauernmarkt, wo Rinder und sowas verkauft werden. So war das also nix. Wir haben ihm dann das Telefon hingestellt und gesagt, er soll jetzt jemanden anrufen, der ihm hilft.

Naja, das Ende vom Lied war dann ein andrer Nachbar, den wir noch net so gut kennen, da hammer uns net getraut zu fragen und hatten auch keine Nummer, also hätt mer erst den ganzen Berg hochlatschen müssen, also dieser andre Nachbar wurde dann vom Abschleppdienst aus Turriff hergeschleppt mit seiner großen starken was-auch-immer-des-war-Maschine. Ich musste dann los zum Shop, aber Max hat Fotos gemacht, wie der trottelige Lasterfahrer mit seinem Laster rausgezogen wurde. Man, man. Des brauch ich nicht nochmal…

Gerade dacht ich erst ich spinne, aber nein! Da sitzen wirklich ZWEI Buntspechte am Baum und hämmern. Es muss Frühling sein *grins*

Mittlerweile sind übrigens meine Kisten aus Münnerstadt angekommen. All die vielen Sachen, die ich seit Jahren schmerzlich vermisst habe *grins* Bücher, Sonnenhut, Decken, Tassen, Kleider, etc. Und auch Fahrräder! Mein eignes Fahrrad ist wieder erreichbar! *toll!*

An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal bei allen bedanken, die noch aus ihren Beständen Zugaben gemacht haben: DAAAAANKEEEEEEEE!!!

Alles ist heil angekommen, nach und nach wird es ausgepackt und in mein neues Leben integriert *grins* Da fällt mir ein, das Vogelbuch muss ich jetzt endlich mal rausholen… Hier gibt’s nämlich viiiiiiiiele Vögel und Flatterer.

Grad haben wir übrigens den Besuch zurück nach Turriff gebracht. Wir sind alle zusammen zum Bus gelaufen, wo uns dann ein Nachbar aufgesammelt hat, netterweise. Und zurück haben wir dann nochmal einen Mega-Einkauf getätigt und uns ein Taxi geleistet. Das kostet zwar 10 Pfund, aber erstens ist das auch nicht die Welt und zweitens hat es uns doch einiges an Strampelei erspart, da wir ganz viele Dosen und schwere Sachen gekauft haben.

Max bastelt grade am Raeburn rum, so dass wir den vielleicht heute abend sogar zum ersten Mal einheizen können. Das wär einfach superspitzenmegahypergenial ;-) Also da könnt ihr uns mal wieder die Daumen halten ;-)

Ansonsten wachsen die Pflänzchen und auch das Gemüsebeet wird langsam auspflanztauglich ;-) Wir haben den Kampf eröffnet mit unserem zweiten Unkraut. Japanese Knotweed. Japanischer Staudenknöterich. Er ist absolut zäh und wächst bis zu 30cm an einem Tag! Die Wurzeln reichen bis zu 2 Meter tief in den Boden mit zahlreichen Seitenarmen, die im Boden umherkriechen. Achja, diese quasi unverwüstlichen Pflanzen wachsen prima an sonnigen Flussufern. Aber im Gegensatz zu dem ollen Hogweed (Saukraut/Herkulesstaude) ist es nicht giftig, im Gegenteil! Man kann die jungen Triebe sogar essen! Hab ich grad rausgefunden ;-)

Aber wir haben trotzdem damit begonnen, die hochkommenden Triebe abzuhacken. Jeden Tag ein paar Minuten, so können sie gar nicht erst groß werden. Naja, demnächst werden wir sie wohl mal backen, anstatt zu hacken *grins*
Jetzt hab ich Hunger und werd mal was kochen :-D

Monday, 30 March 2009

Raeburn, Jobs, etc.

Soooo. Hello again!

Aaalso: das mit dem Restaurant war nix, weil die, die weg ist vorher, ist gar nicht weg. Also auch kein Job. Naja, war vermutlich eh nich des Richtige. Mit 14-jährigen Teenagern arbeiten? Hmm… Naja, aber sie hat meine Daten ans Gartendings weitergegeben, so dass da eventuell ja noch was rauskommen kann.

Den 3-Stunden-immer-freitags-bei-der-alten-Dame-saubermach-Job hab ich übrigens. Sie ist 96 und wohnt im betreuten Wohnen in Turra. Sie ist sehr nett und ein bisschen seltsam zugleich. Man muss halt alles schön so machen, wie sie will, sonst fliegt man gleich raus. Also keine Innovation gefragt *grins*.

Sie ist noch recht lebenslustig. Sie kommt immer mit ihrm Gehwägele angefahren, wenn ich um 5 vor 1 vor der Tür warte, und quatscht ununterbrochen mit ihrer Bekannten :-D Dann geht’s los. Ich staube ab, staubsauge und tue dies und jenes. Jede zweite Woche ist das Bett dran. Abziehen, in die Wäsche stopfen, etc. incl. bügeln. Das ist nicht so meine Lieblingsaufgabe, aber ich krieg ja schön bezahlt dafür :-)

Im Sue Rider Shop bin ich jetzt übrigens Mittwochs statt Montags zu finden, und den Dienstag morgen würd ich vielleicht auf den Freitag schieben wollen, da denk ich aber noch drüber nach. Dann müsst ich nur zweimal die Woche rein. Aber irgendwer muss ja auch den lokalen Bus unterstützen ;-) Einmal die Woche, meist Freitag, radle ich rein. Da bin ich früher fertig, und dann müsst ich jedesmal 2 Stunden auf den Bus warten…

Ansonsten: Somerfield hat nun sein Home Delivery eingestellt und wir müssen alles auf dem Fahrradanhänger, den Max selbst zusammengelötet hat, nach Hause radeln. Aber ist nicht wirklich ein Problem. Und wenn ich eh drin bin, dann bring ich auch mal Milch oder sowas in meiner Tasche mit.

Gerade haben wir Besuch von Max Eltern. Die sind sehr brauchbar ;-) Vor allem, weil der Raeburn (oder auch Rayburn) nicht letzte sondern diese Woche (also eher letzte, nicht vorletzte) kam. Wir haben schon ein Loch in die Wand gehauen für das Ofenrohr. Wir haben den Kamin zugemauert. Gestern haben wir einen Betonsockel gegossen. Wir haben den alten gegen den neuen Warm-Wasser-Tank ausgetauscht. An der Außenwand haben wir den alten Kamin vom eingestürzten Waschhaus abgebacksteint, so dass wir dann noch ein Loch für die Ofentür klopfen können.

Achja, vor allem haben wir die Möbel, etc. rausgeräumt und sind mit Sack und Pack in den green room umgezogen. Das ist der unten links, wemmer vorm Haus steht. Warum des grün heißt, wiss mer au nimmer. Aber jez heißt’s halt so. N bisschen grün is in der alten Tapete wohl drin :-) Da hammer auch davor noch den Kamin gekehrt, so dass mer dort noch ein Feuerle haben. Allerdings ohne warm-Wasser-Heizung im Moment. Das ist ziemlich kalt und so hab ich lieber noch einen zweiten Wasserkocher gekauft. Immernoch ziemlich kalt, aber überlebbar ;-)

Und wenn der Raeburn erstmal geht :-) Da freun wir uns schon volle drauf!!

Am wann-war’s?-Freitag-oder-so waren wir indisch essen in Turra. Jaja, so was gibt’s da ;-) Aber ich bin ja kein großer Fan von so exotischem Dingsdabums. Ich wollte was was nicht scharf wie Tabasco-Chilli-Pfeffer ist, so hab ich Kokosnuss-Dingsdabums gegessen. War absolut eklig! Naja, ein Erlebnis war’s. Und nocheins hatten wir: Ich hab den Kellner gefragt, ob er nicht ein bisschen indische Musik hat. Er hat gemeint ja, aber vor dem Musikbox-Zimmer stand ein Tisch mit zwei Gästen dran… So ging das also nicht.

Und am Donnerstag war die last-dance-party. Im Sommer haben die Leute hier andres zu tun, als Tanzen zu gehn. So endet dieser Kurs im Frühling. In Turriff ist immer dienstags tanzen, wo wir wohl mal mit Julia und Neal, unseren auch-tanzenden-Nachbarn hingehn. Das geht noch bis Ende April oder sowas.

Auf jeden Fall war es ganz nett. Es waren Gäste da von andren Tanz-Klassen rundherum. So haben wir erst getanzt, dies und jenes und dann gab’s noch ein Buffet, wo jeder was mitbrachte. Von Sandwiches über Würstchenimschlafrock bis hin zu Chips und Schokokuchen war alles vertreten. Dann gab’s auch noch ein Raffle. Das ist ein bisschen wie Lose. Man kriegt ne Nummer und die gleiche Nummer kommt in nen Topf. Am Ende vom Abend werden dann soundsoviele Nummern ausm Topf gezogen und die kriegen dann ein mehr oder weniger nützliches Präsent. Ich hab Schokokekse gewonnen und Max eine Kerze.

Da wären wir auch schon beim nächsten Erlebnis. Am Samstag um 8:30 pm haben wir die Welt gerettet. Eigentlich wollt ich euch des ja vorher noch allen schreiben, damit ihr mitmachen könnt. WWF (oder wer auch immer) hat dazu aufgerufen zur Rettung der Welt eine Stunde lang den Strom abzustellen. Da wir neulich Stromausfall hatten für einige Stunden (genau als wir fertig mit kochen waren) hatten wir also ein wunderschönes Feuerle-light-dinner. So beschlossen wir, bei der Aktion mitzumachen und kurz das Licht auszumachen. Heizung hammer ja eh keine. Ich hab meine Geige ein wenig rausgeholt und den andren was vorgefiedelt. ;-)

Achja, da fällt mir nochwas ein. Ich wollt ein Konto eröffnen, weil ich zu Weihnachten einen Scheck bekommen hab. Bin also in ne Bank, von einer, wo noch nix in der Zeitung von wegen bankrott gestanden hat, und hab mir n Termin geben lassen und ne Liste mit all den Sachen, die wo mer dazu eben braucht. Bin also hin mit entsprechenden Sachen. Jaa, Pustekuchen, es reicht nicht, seine Identität nachzuweisen, doppelt und dreifach, man muss auch noch seine Adresse doppelt und dreifach nachweisen und zwar net von irgendwem. Soviel zum Thema Europa… Naja, hab bisher haltimmernoch kein Konto. Die Person von der ich den Scheck hatte, hat’s mir mittlerweile bar gegeben ;-)
Muss ein Telefonat tätigen, wozu ich aber keine Lust und somit auch keine Zeit hatte, bisher ;-) Naja, Geld in einer britischen Bank zu haben, braucht mer ja auch eh nicht, im Moment…

Heute haben Max und seine Mutter geklemptnert, Max Dad hat hinterm Haus gegraben und ich hab einen Entwässerungskanal neben dem Driveway vergrößert, naja, damit angefangen. Nachmittags hatten wir dann noch Besuch. Einer aus der Nähe von wo Max Eltern wohnen, der hat Verwandte in Aberchirder, ein bisschen westlich von uns, ca. 3 miles. Er wollte mal die Mühle sehen und hat auch noch n Tee gekriegt ;-)

Noch auf dem Programm stehn: waschen :-D und Blasen behätscheln. Morgen is ja wieder Shop und da kann ich net so versifft hin ;-) Aber zum Glück hab ich n zweiten Wasserkocher gekauft, so hat mer wenigstens ca.5 Liter warmes Wasser. (oder 3,4 heißes). Das kalte ist ca. 2°C *aaaaaaaaaah*

So, das muss für heut mal wieder reichen ;-)

Wednesday, 25 February 2009

So, endlich mal wieder. (wie immer…)

Nun sind wir ja wieder zurück von D. Los ging es ja schon auf der Runterfahrt. Wir haben noch eine Freundin quasi auf dem Weg in Perth (Schottland) besucht. Sie war schon viermal bei uns! Im März geht sie für einige Monate nach Neuseeland, vielleicht bleibt sie für immer? Sie hat in einer shooting lodge gearbeitet. Gästemanagement und Koch. Sie hat uns also ihren „Besitz“ gezeigt. Ein schönes Fleckchen :-) Und es fing an zu schneien! Und im Fernsehn kamen Bilder von einem London außer gefecht gesetzt durch 4 cm Schnee! Die haben da keine Schneepflugs oder dergleichen. Die sind Schnee einfach nicht gewöhnt, nur Regen… So hatten wir also eine etwas unruhige Nacht. Irgendwie mussten wir ja durch London durchkommen. Aber immerhin waren wir nicht auf Flugzeuge angewiesen, sondern auf Züge, die doch auch noch bei ein wenig Schnee weiterfahren. Und von King’s Cross zu St. Pancras station muss man ja nur über die Straße. Also keine U-Bahn oder gar Busse.
Wir halfen auch gleich noch ein Auto der Gäste wieder anzuschieben, bzw. einen kleinen völlig vereisten Hügel bis zur Straße hin raufzuschieben. Die wollten abreisen, konnten aber nicht. Sowas wie Winterreifen ist denen ja auch ein totales Fremdwort…

Auf jeden Fall sind wir dann um 4 Uhr Nachts aufgestanden (wir hatten die letzte Nacht in einem Hotel in direkter Bahnhofsnähe verbracht, da der Ort der Freundin mitten in den Bergen liegt. Außerdem fuhr der Zug ja schon um 5:10 morgens. Am Bahnhof angekommen, gingen als erste Überraschung mal die Türen schon gar nicht auf vom Bahnhofsgebäude. Durch Zufall kam, vermutlich eine Reinigungskraft, von innen durch die Notfalltür raus. Er hat uns netterweise reingelassen. Dann sahen wir den Zug und stiegen ein. Es war 5:10, 5:20, technische Probleme, sagte die Durchsage. wir hatten ca. 15 Minuten in Edinburgh. Davon hing ja die ganze Reise ab. Um 5:30 packte man dann uns und noch einen, der bis nach Edinburgh musste und auch noch einen andren Zug erwischen wollte in ein Taxi. Und so düsten wir all den Weg hinunter in einem Taxi. Mit übrigens einem andren Deutschen als Mitfahrer. Nein, er fuhr nicht den gleichen Weg.

So kamen wir sogar zufrüh in Edinburgh an, da um halb 6 die Straßen doch noch recht leer sind. Nach einer anfänglichen Aufregung verlief dann alles glatt. Wir machten in Paris Halt zum Mittagessen, wo wir auch Carole trafen, die ich damals kennenlernte, als ich dort gewohnt habe. Und dann ging’s weiter nach Frankfurt. Dort wollten wir dann eine Fahrkarte nach Aschaffenburg kaufen. Es war mittlerweile ca. 23:30, so dass der Schalter geschlossen war. Wir gingen zum Automat, drückten auf erwünschte Verbindung, aber er wollte ums Verregen mein Geld nicht nehmen und mir dafür ne Fahrkarte geben. Ich fragte an der Aufkunftstheke und bekam gesagt, dass man nachts nur an den grünen Automaten regionale Tickets kaufen kann. So gingen wir zu den grünen Automaten, aber Aschaffenburg unser Ziel war nicht drauf. Naja, die Frau von der Auskunft hatte irgendwas von der Seite gemurmelt, so dass ich also auf die linke Seite des Automats schaute und tatsächlich eine Extra-Liste fand, wo dann auch Aschaffenburg drauf war.
Dann gab es noch eine kleinere unbedeutende Panne. Es hatte wohl irgendwo einen Unfall gegeben und der Zug wurde umgelenkt. So war er zufrüh und wartete in einem Bahnhof, bis er wieder in Zeit war. Dann endlich konnten wir um ca. 00:38 in Aschaffenburg eintrudeln, wo uns der verschlafene (nein! Noch wache!) Thomas abholte.

Am nächsten Tag putzten wir Noras Haus und dann putzten wir Nora ;-) Dann war die Hochzeit: Wunderhübsch! Einfach, wie eine Hochzeit sein muss. Nur besser, weil das Hochzeitsauto natüürlich ein Feuerwehrauto war und die Braut meine Schwester :-)

Alle Verwandten waren gekommen, so dass ich sie nicht alle einzeln besuchen musste ;-) Nur mein kleiner Bruder konnte nicht kommen, der war drei Tage zuvor Vater geworden. Ich habe nun einen Neffen, der heißt Fynn. Leider hab ich noch kein Foto, aber ich hoff, dass ich noch eins kriegen, was ich dann als stolze Tante allen zeigen kann ;-)

Nach der Hochzeit hab ich noch meinen Kisten einen Besuch abgestattet. Sie waren noch alle da. Wir haben sie vermessen und gewogen, um eventuell ein günstiges Umzugsangebot einholen zu können.

Mein BUCH „völlig irre“ Kurzgeschichten sind ab sofort auch erhältlich. Im Buchhandel oder bei mir. Illustriert wurde es von Charlotte Hintzmann, der Verlag in dem es erschienen ist heißt Andra-Danu-Verlag und die ISBN-Nummer lautet 978-3-938253-05-2.


Bis auf eine Tür, die nicht mehr zuging hat auf der Rückfahrt alles geklappt. Kein Schneechaos in London oder anderswo. Von und nach Turriff haben wir uns ein Taxi geleistet, so dass wir schnell noch einkaufen waren und alles bequem ins Taxi gepackt haben. Leider mussten wir es dann noch unsren total zugeschneites driveway bis zum Haus hinschleifen.

Es hatte während wir wegwaren absolut irremäßig geschneit. Viele unsrer Nachbarn erzählten vom eingeschneit sein und von -13°C! So war es nicht erstaunlich, dass wir ein Loch in unsrer Wasserleitung hatten. Wir haben zwar versucht das Wasser rauslaufenzulassen, aber ganz unten hätten wir erst einen extra Ablauf einbauen müssen, so dass Max gedacht hat, ach, so kalt wird’s schon nicht. Naja, er hat’s ja auch wieder geflickt. Und da das Restwasser ja noch gefroren war, als wir wiederkamen, gab es nur eine kleine Pfütze, bis wir es entdeckt hatten und den Eimer drunter parken konnten. Und wie man Rohrbrüche repariert weiß Max ja mittlerweile und auch ich könnt’s vermutlich schon.
Auf den Eimern, die wir zum Klospülen mit Wasser drin in die Badewanne gestellt hatten (weil wir ja das Wasser abgedreht hatten) waren ca. 7cm Eis drauf. Wir mussten also doch wieder erst zur Quelle laufen (die ja sprudelt und deshalb nicht so schnell zufriert).

Wir hatten noch einen Tag Zeit zum Schneeschippen, denn am nächsten Tag wurde es warm und alles schmolz ziemlich schnell. Unser Bächle war kurz vorm Überlaufen, is aber alles drin geblieben ;-) Der Deveron (der größere Fluss, in den unser Bächle reinfließt) hat aber allerdings den Golfplatz überschwemmt. Naja, hab ich gemeint, is eben eine größere Herausforderung: Unterwassergolf ;-)

Ansonsten gab es viel zu tun im Charity-Shop. Wir haben zwar nicht grade viel verkauft, aber die Shops rotieren ihre Sachen untereinander. Also wir kriegen ab und zu einfach ne Ladung von andren Sue Ryder Shops, die wir dann wieder sortieren und raushängen, so dass die Leute immer was Neues zu sehn kriegen, auch wenn man nichts vermacht bekommt.

Ich hab am 6.März quasi Probearbeiten für einen 3-Stunden-die-Woche-Saubermach-Job und morgen hab ich ein Vorstellungsgespräch im Williamson’s Garden Centre für’s Restaurant. Das Centre ist ca. 10 Minuten von hier etwa auf halbem Weg zur Bushaltestelle. Naja, oder oben auf dem Berg. Da könnt ihr mir die Daumen halten. Es wäre Teilzeit, so dass noch Zeit für Haus und Garten bliebe, aber wir die laufenden Kosten decken könnten. Wir essen so viel! Unglaublich!

Was fällt mir sonst noch ein? Achja, wegen dem Schnee ist zwei Wochen lang der Tanzkurs ausgefallen, so haben wir da nix verpasst.

Und am Dienstag hab ich den Somerfield-Fahrer im Shop getroffen. Zuerst kam er und später dann noch seine Frau.

Dienstags arbeit ich da ja nur bis 13 Uhr. Dann kommt der Max meistens und wir essen zusammen Mittag. Dann machen wir den wöchentlichen Einkauf und was wir sonst noch so brauchen. Und weil’s dann mitten am Nachmittag ist und der nächste Bus erst abends um 6 fahren würde, radeln wir meistens Dienstags immer bis ganz nach Turriff rein. Aber nach zwei Wochen Pause, bzw. sogar noch länger, weil wir davor ja krank (naja, n bissle erkältet, aber Radfahren macht da trotzdem kein Spaß mehr…) waren. So haben wir beide ganz schön gekeucht. Aber nur weiterradeln hilft da. Sonst kommt mer net nach Haus und je mehr man radelt desto fitter wird man ja.

Heut haben wir endlich mal den Kamin gekehrt. Ich glaub des wurd schon seit Jahren nicht mehr gemacht, was da an Dreck runterkam… Aber für den Raeburn wollten wir es dann wenigstens mal gemacht haben ;-) Der kommt in der Woche vom 16.März. Des ist zwar noch n bissle hin, aber wir haben ja auch noch andres zu tun. Wie z.B. Herkulesstaude ausgraben. Da haben wir ja n ganzen Wald voll. Nachmittags haben wir wieder mal gebuddelt. Hauptsächlich heute haben wir die Ausleger bekämpft. Die schießen ja im Frühling als erste hoch, so dass man sie prima sehen kann. Es ist zwar ein bisschen frustrierend, wie viele da hochkommen, aber wenigstens kann man sie gleich ausgraben. Und dieses Jahr wird keine einzige zum Blühen kommen, dafür werden wir sorgen!


So, jetzt bin ich müd und muss schlafen gehn.