Mal wieder ein wenig zum lesen.
Wie die Zeit vergeht! Nun ist schon bald wieder Weihnachten! Draußen schneit es (oder hagelt oder graupelt oder sowas in die Richtung) und stürmt.
Wir haben heute (21.11.) mal wieder n faulen Tag eingeschoben, da der letzte Sonntag Arbeit war. Wir sind runter zu Maxies Eltern gefahren. Die hatten ihre große Bonfire-Party. Erinnert an das fehlgeschlagene Attentat von Guy Fawkes 1605, das Parlament in die Luft zu jagen. Oder ein Grund, um Glühwein zu trinken :-)
Auf jeden Fall machen die Oakes das jedes Jahr und diesmal waren ca. 60 Leute da. Das heißt ne Menge Arbeit mit vorbereiten und aufräumen. So sind wir mal eben schnell (ca. 5 Stunden) runter nach West Linton gedüst mit einem in Turra ausgeliehenen Kleintransporter. Freitag frühs hier los. Zu Fuß zum Bus und dann haben wir netterweise unsere Nachbarin getroffen, die uns nach Turra mitgenommen hat. So haben wir uns die 6 Pfund für’n Bus gespart (Hin- und zurück nur 7,80). Gegen Nachmittag waren wir dann unten. Zuerst gab’s einladen Teil 1. Maxie hatte ja noch ein „paar Kisten“ unten rumstehen und ich meinen Laptop. Den wollt ich net ins große Umzugschaos mitnehmen, der hängt ja quasi nur noch am seidenen Faden. Der Bildschirm ist nur noch an einem Kabel hängend doch ein wenig kränklich. Aber funktioniert noch, wie ihr seht :-) So kann Maxie nun seinen wieder alleine haben. Ich laber scho wieder rum…
Jeden Falls also Kisten schlepp, schlepp und Tisch und Sessel und Go-Kart (selbstgebastelt von Maxie) und Nähmaschine und Schrauben und Nägel uvm. schlepp schlepp. Alles in den Laster stopfen, bis es dunkel wurde und wir auch zu müde waren. 5 Stunden im Auto zusammengeklappt sein ist ja doch n bissle nervig…
Samstag früh dann „mitten in der Nacht“ aufstehen. Die Schotten sind ja sonst eher gemütlich, nix um 7 anfangen zu schaffen… Aber es gab ne Menge zu tun. Erstmal einladen Teil 2 und dann noch helfen die Scheune party-fertig zu machen. Den Krempl raus und Sitzgelegenheiten rein. Musik an, einen Tisch für’s Essen, Feuerle im Kamin machen usw. Besonders Freude machten die ca. 60 Push-mower (Schieberasenmäher), die Maxies Vater sammelt. Zumeist zu rostig um noch selbst zu fahren, so musste man sie also hochheben und schleifen, natürlich ohne sie dabei kaputt zu machen. Eine Angelegenheit für sich.
Der Garten musste schön gemacht, der „Parkplatz“ „behütchent“ und das Lagerfeuer aufgestapelt werden mit einem von Susan selbstgebastelten Guy Fawkes auf der Spitze. Das Feuerwerk wollte sandgefüllte Eimer und alles dann nochmal gebesent sein. Ziemlich ko wollten wir uns gerade für eine Runde Pizza hinsetzen, als es an der Türe klingelte. Doch es war nur Darren, ein Freund von Max, der mit seiner Freundin übernacht blieb. Wir teilten also die Pizza und schnappten nochmal nach Luft, bevor dann um 7 die ersten (zweiten) Gäste kamen.
Es wurde Glühwein ausgeschenkt um warm zu werden/bleiben, bis genügend Gäste da waren, die das Bonfire bewundern konnten. Das wurde angezündet und beklatscht. Als es ein bisschen runtergebrannt war, gab es noch ein Feuerwerk zu bewundern. Das Büffet (jeder brachte etwas mit) war auch nicht zu verachten ;-)
Ein schöner Abend, mit viel Geplauder und Unterhaltung. Sogar Musik und eine Diashow auf einem Computer mit Bildern des Bonfires letzten Jahres. Tausendmal etwa mussten wir erzählen, wie es uns nun geht und wie die Mühle so ist. Vielleicht sollt ich den Blog auf English schreiben? Keine Angst, mach ich nicht.
Am Sonntag dann war aufräumen angesagt. Alles wieder an seinen Platz (hier auch wieder besonders zu erwähnen die 60 push-mower), Müll einsammeln (hier machen sich die kleinen runden Pappkreise von Feuerwerkskörpern einen Namen, die waren quer über den Garten verteilt), den Sand wieder ausleeren, die Hütchen vom Parkplatz einsammeln und abspülen nicht zu vergessen.
Als alles wieder verräumt und gefegt war, gab’s noch Einladen Teil 3. Da wir doch schon ein wenig müde waren, ließen wir die Wildgänse Gänse sein. Die überwintern gar nicht weit weg von West Linton, aber da hätte man ca. 20 Minuten Radfahren müssen und zwar nen steilen Berg rauf. Wir ham uns lieber eine Dusche gegönnt. Duschen können wir ja hier (noch) nicht, sondern nur Baden.
Sonntag Abend gab’s dann eine Belohnung. Wir waren alle essen. Maxies Vater hatte am nächsten Tag Geburtstag. Aber da wir schon ziemlich früh wieder ans zurückfahren denken mussten, überreichten wir auch schon die Geschenke.
Am Montag dann aufstehen um halb 7. Schnell noch die letzten Sachen reinstopfen (z.B. ein Riesen Lunch-Paket von Maxies Mum) und los in den Stau auf der Edinburgh-Autobahn. Es ging doch relativ zügig durch. Weiter oben, kurz nach Dundee nochmal einen Baustellenstau, so brauchten wir ca. 6 1/2 Stunden. Dann fröhliches Lasterausladen, obwohl wir eigentlich völlig ko. waren. Da half nix. Der Laster musste ja wieder nach Turriff.
So schleppten wir tapfer weiter. Schnell noch ein wenig den Matsch wegputzen, Maxies Rad einladen und zurück ging der Laster. Während Max also nach Turra fuhr, tauchte schon das nächste Problem auf. Das Haus war ca. 5 Grad warm. Da musste also schnell ein Feuer her. Den Ascheeimer aus der Scheune holen und den Kohleeimer auffüllen. Papier reinknüllen und kleines Zweigzeugs draufpacken. Langsam hab ich Übung drin ;-)
Unser Zweigzeugstrockner funktioniert auch ;-) (Hab ich euch von dem erzählt?) Hab ich selbst erfunden und gebaut. Da wir nachts einen elektrischen Heizer anhaben, der ständig (wenn die Schaltuhr an ist) warme Luft nach oben ausgibt, dacht ich mir, das kann man doch nutzen. Alles Holz von draußen ist nass. So hab ich ein Gestell und ein Drahtgitter um den Heizer gebaut, wo man nun kleine Zweige trocknen kann. Trockenes Holz brennt ja soviel besser, als Nasses ;-)
Das nächste Problem: kein Wasser. Wir hatten (da es ja noch nicht eingebuddelt war) das Wassersystem leerlaufen lassen, zwecks Nicht-Einfrierung. So versuchte ich also im Dunkel der Nacht mit einer Taschenlampe (mehr oder weniger zwischen den Zähnen) die Blätter aus dem Zulauf vom Fluss zu schaufeln, die Pumpe in Gang zu bringen, die Schläuche mit Wasser zu füllen (da die Pumpe keine Luftpumpe ist und nur mit Wasser ordentlich funktioniert), und irgendwie die Luft aus der Leitung zum Haus rauszubringen. Das Problem hatten wir ja schon öfters, doch diesmal wollte unsere Lösung nicht funktionieren. So ging ich wieder zur Quelle mit zwei Eimern, damit wir wenigstens das Klo spülen konnten. Trinkwasser haben wir einen kleinen Notfallvorrat, den wir auch noch erweitern.
Todmüde kam dann auch noch Max wieder gut nach Haus, wo ich in der Zwischenzeit gekocht hatte, weil ich richtig vermutet hatte, dass Maxies Magen sehr laut knurren musste.
Heute (30.11.) ist Sonntag, mal wieder „faul“ sein, oder rumsitzen. Weihnachtsgeschenke wollen eingepackt werden, Fotos ins Internet gestellt und der Blog will auch einen neuen Eintrag. Außerdem noch eine Bewerbung ausdrucken für morgen. Da könnt ihr mir alle die Daumen halten.
Schon bin ich beim nächsten Thema: Ich hab jetzt einen Job (nein, das morgen ist was andres, das ist mit Bezahlung). Ich arbeite zweimal die Woche in einem Charity-Shop in Turra. Sowas ist nicht soo verbreitet in D, aber ne gute Sache! Jeder bringt seinen alten Krempel, der sonst auf dem Müll landen würde. Das wird aufgebügelt und poliert und dann für ein paar Pfund verkauft. Der Erlös geht irgendeiner Hilfsorganisation zu. Rotes Kreuz oder in meinem Fall Sue Ryder Care. Die schauen nach Langzeitkranken, die vom Krankenhaus oder Arzt nach Haus geschickt werden und mehr oder weniger auf’s Sterben warten.
So trifft man Leute und vielleicht hilft es auch bei der Bewerbung morgen? Und man unterstützt auch noch die Arbeit von denen und fühlt sich toll ;-) Und wenn’s mir zuviel wird, kann ich ja jederzeit wieder aufhören.
Heut is es nun frostig draußen. Schon die letzten zwei Tage, morgen soll’s aber tauen. Letzte Woche hatten wir viel Schnee für einen Tag. Da haben wir auch Schneemänner gebaut, weil es Sonntag war ;-) Siehe Bilder picasaweb.google.com/H.Pennig/TheMill
Außerdem ist der Küchenfußboden da ;-) Sieht voll toll aus, wie eine richtige Küche!! *grins*
Wir haben auch Schaumfüller (oder wie das auf deutsch heißt) gekauft, den können wir in alle Ritzen sprühen. Die Fenster lassen wir tagsüber ein bisschen ziehen, dann schimmelt das Haus wenigsten nicht ;-) Nachts ziehn wir die Vorhänge vor und langsam gewöhnen wir uns an die 14 Grad im "Wohnzimmer" :-) Man kann ja immer seine Jacke anlassen, wenn’s zu kalt ist. Im "Schlafzimmer" haben wir ja einen elektrischen Heizer. Nicht grad die Lösung, aber hält warm ;-)
Grade rechtzeitig noch haben wir übrigens unser tolles Wassersystem einbuddeln können. Es war nur ein oberirdischer Plastikschlauch da, weil die Leitungen in der Erde alle durchgerostet (oder sowas) waren. Wir haben das teilweise ausgegraben und teilweise den Plastikschlauch durch die alten Leitungen stopfen können. So ist es jetzt schön warm und auch das kleine Pumphaus hat eine „Tür“ bekommen. Gestern Nacht war’s minus 5, da wär uns sonst alles eingefroren. In der Küche und im Bad (das ist der kälteste Raum im Haus *brrrr*) hatten wir wunderschöne Eisblumen am Fenster.
Noch ein wenig zum kulturellen-sozialen Bereich: Langsam kommen wir öfters in Kontakt mit den Einheimischen. Jeden Donnerstag gehen wir nun zum Scottish Country Dancing. Das macht einen Riesen-Spaß und man trifft nette Leute aus der Umgebung.
Am Freitag war eine Scots-night in der Forglen Hall (wo wir auch tanzen gehen). Es gab Stovie und Triffle (schottisches Essen) und ein buntes Musik- und Erzählprogramm, allerdings in Doric. Ich hab die Musik genossen, aber vom Rest leider nicht so viel verstanden… Ich muss Doric lernen!!
Anschließend waren wir noch bei Ian und Helen unseren Nachbarn auf einen kleinen Schlummertrunk eingeladen, zusammen mit zwei anderen Nachbarn, die wir vom Tanzen her schonmal gesehen hatten. Die sind auch sehr nett, sie hatten uns am Vormittag bei ihnen eingeladen und gezeigt, was sie in den letzten 28 Jahren so alles gewerkelt haben. Einen großen Gemüsegarten und jede Menge gepflanzter Bäume.
Ian und Helen sind seeehr nett. Ian kam zu uns runter und informierte uns über einen Farm sale in der Nähe, auf dem wir dann einen Spaten und andere nützliche Dinge für ein, zwei Pfund erstehen konnten. (Hatte ich das schon geschrieben?)
Wenn er uns sieht, wenn er mit seinem Traktor vorbeifährt, hat er auch immer Zeit für ein kleines Schwätzchen und wenn’s auch nur übers Wetter ist ;-)
Ich werd dann jetzt mal kochen tun. Maxie hat das Feuerle heut übernommen, so bin ich dran mit Kochen ;-)
Sunday, 2 November 2008
Saturday, 18 October 2008
neues Zuhause
Soooooo: endlich mal wieder. Die meisten haben immerhin irgendwie mitbekommen, dass wir noch leben ;-)
Da Max gerade vor dem offenen Kamin eingeschlafen ist, hab ich ein wenig Zeit, mal wieder so das Erlebte hinzutippen, fuer alle Neugierigen ;-)
Seit unserer Ankunft, am 22.09.08, ist doch so einiges passiert und dies oder das erscheint berichtenswert.
Mit einem gemieteten Kleinlaster, in den wir meine 3 Kisten und Maxies (fast) kompletten Haushalt, der bei seinen Eltern lagerte reingestopft haben, kamen wir gegen Nachmittag in Turriff an (Einheimische sagen Turra), wo wir den Schluessel eingesammelt haben und schnell noch so Dinge wie Klopapier und Nudeln eingekauft haben. Dann ging’s die 6 miles (ca.10 km) zu unserem neuen Zuhause.
Fast noch schoener als bei ersten Mal kam es uns vor, vermutlich, weil sie nun uns gehoerte. Die Muehle von Carnousie. Unglaublicherweise. Wir koennen es immernoch nicht fassen!
Zu unserer Ueberaschung fanden wir auch schon Post hinter der Tuere von meinen Grosseltern.
Wir luden, schon ziemlich muede von der 5 stuendigen Fahrt und vom Einladen am Morgen, einen Teil der Kisten und Dinge aus und schleppten sie in unser Zuhause.
Dabei stiessen wir auf dies oder das, dass wir in Erinnerung behalten hatten, oder auch nicht.
Selbstverstaendlich hatten wir die Matratze in erreichbarer Naehe in den Laster gestopft, so dass wir schnell ein Bett hatten.
Nach der ersten Nacht, in der wir dank der Ertuechtigung der letzten Tage tief schliefen, packten wir den Rest aus dem Laster und Max zischte damit zurueck nach Edinburgh, wo wir ihn ausgeliehen hatten.
So blieb ich also alleine zwischen Bergen von Kisten und Durcheinander zurueck. Dann erschreckte mich auch noch der postman (Brieftraeger), der mit seinem Doric nur schwer zu verstehen war. Er war supernett und freundlich und fragte mich (vermutlich) ob wir die neuen Besitzer waeren und dass es hier wohl viel zu tun gaebe.
Doric ist die lokale Sprache hier und in etwa so verstaendlich wie plattdeutsch, selbst fuer Schotten, wie mir einer dieser bestaetigte! Unsere Nachbarn sprechen entweder normales Englisch oder geben sich Muehe, wenn sie mit uns “Auslaendern” reden, was sehr, sehr nett ist ;-) Unsere Nachbarn sind, so bereits getroffen allesamt sehr nett und haben uns Hilfe angeboten. Wir haben ne kleine Hallo-Runde gemacht zu den Naehesten. Und nach und nach machen wir kurze Sonntagsspaziergaenge und ab und zu begegnen wir weiteren.
Heute waren wir wieder mal in Turriff zum Einkaufen, das sind die naehsten Laeden. Ich wuerde vermuten, etwa so gross wie Uffenheim, vielleicht ein bisschen groesser. Man kriegt fast alles, was man so braucht. Wir nehmen immer die Raeder bis zum Bus (ca. 2 miles, ca 3 km), wo es zuerst steil rauf und dann wieder steil runter geht (Hin- wie Rueckweg). Das rauf ist weniger schoen, aber das runter entschaedigt es dann wieder.
Heute waren wir kurz shoppen, Klemptner-Sachen zuerst und dann hatten wir Hunger und fanden ein full Scottish breakfast, mit weissen Bohnen in Tomatensauce, Wuerstchen, Blutwurst (oder sowas aehnliches), Toastbrot, Ei, Butter, Marmelade, gegrillten Tomaten, Speck und Pilzen. Es war quasi ein Begruessungsessen, unser erstes in Turriff (ausser Kebab, als wir das Haus angeschaut haben). Dann waren wir nicht mehr hungrig und sind noch zum GP (Doktor), wo man sich registrieren lassen muss, wenn man umzieht. Die ham keine Anstalten gemacht mich ein extra Formular fuer EU-Auslaender ausfuellen zu lassen. Am naechsten Freitag haben wir dann einen Routinecheck-Termin.
Dann haben wir bei Somerfield unseren ueblichen Grosseinkauf gemacht und als Maxie anfing all die vielen Dinge in seinen Rucksack zu stopfen, fragte die an der Kasse, ob wir nicht home delivery (ins Haus geliefert) haben wollten, wir haetten ja sicher mehr als 25 Pfund. Ja, klar, wollten wir. Anstatt es muehsam in die vielen Taschen und Rucksaecke zu stopfen, rueber zum Bus zu schleifen und dann alles auf den Raedern die 2 miles nach Haus fahren, einfach zurueckradeln und in der Sonne auf die Einkaeufe warten. (jaja, ist nicht wirklich peak oil gerechtes Verhalten, aber wir ueben uns ja erst darin und wenn wir muessten, koennten wir anders, wie wir die letzten 3 Wochen bewiesen haben…)
Ansonsten haengen wir im Garten rum und geniessen das schoene Wetter. Naja, haengen vielleicht nicht, aber das andere schon. Das Wetter ist echt unschottisch. Wir sind ja in einer Mulde drin und die starke Winde fegen einfach drueber hinweg und das Klima hier ist ja eh geschuetzt durch die Berge im Westen. Auf den Feldern aussenrum wird ueberall Getreide angebaut, was ja schon fuer sich spricht. Ein paar Schafe und Kuehe hat’s auch noch ;-)
Die Landschaft ist zwar nicht so dramatisch, wie an der Westkueste, aber zum ueberleben muss es ja nicht noch dramatischer sein. Werd auch noch Bilder ins Netz tun, aber grad bin ich zu faul dazu, mich mit dem Zeug rumzuschlagen. Und die Telefonleitung ist ja auch net grad gut fuer schnelles Internet. Ich tipp den Blog jez auch zuerst und dann tu ich ihn nur noch hochladen.
Jaaa, was wir hier so machen, den ganzen Tag lang? Ich werd jez am besten einfach so dies und das in Stichpunkten schnell hinpinseln, da sonst ein Buch draus wird ;-)
Waende streichen, Kisten schieben, Geschirr abwaschen, Vorhaenge waschen (eben so diverse Nachumzugstaetigkeiten), Eimer schleppen (ein extra Kapitel), im, um, auf unter, neben, usw. Matsch graben (hierzu auch noch ein, zwei Woerter anschliessend), Brennholz sammeln, saegen, hacken (ham ja keine Zentralheizung), Entwaesserungsgraeben graben, Unkraut rausreissen, Bruecken bauen, Fenster abdichten (da mein ich jez die von den Scheunen, net vom Haus), Fenster reparieren (da mein ich jez die vom Haus oder zumindest eins), Muell sammeln, Voegel beobachten (die Gaense fliegen jez alle hier drueber!!), planen fuer Baeume pflanzen, Gemuesebeete anlegen, etc., Daemme im Fluss bauen und so geht die Liste endlos weiter…
Hier noch die “zwei” Woerter zum Matsch: Alles ist seit ca. 30 Jahren voellig vernachlaessigt worden. Keiner hat sich mehr richtig drum gekuemmert. Unter all dem Matsch ist eine funktionierende Welt. Zum Beispiel haben wir herausgefunden, dass unter dem Matsch in der Traktorscheune ein Betonboden ist und das vermutlich der komplette Scheunen-Vorplatz mit Schottersteinchen ein wunderschoener Platz ist. Wir haben angefangen Wege freizulegen vom Haus zu den Scheunen und anstatt 10 cm im Matsch zu versinken kann man jez fast trockenen Fusses von einer Seite zur anderen gelangen.
Zur Vernachlaessigung noch soviel: die Frau, die hier lebte muss wohl ziemlich arm gewesen sein, nachdem ihr Mann gestorben ist und das Unternehmen keinen Gewinn mehr einbrachte. Sie hat sogar das Muehlrad verkauft!!! Jammerschade! Wir wissen, wo es ist. Mal schauen…
Jez noch das Kapitel zum Eimerschleppen, dann muss ich fuer heute auch mal ins Bett:
Wir haengen hier nicht an der Main(Haupt-)wasserleitung, sondern haben eine eigene Trinkwasserversorgung. Vom Fluss wird durch den Muehlenabzweigslauf eine Pumpe betrieben, die Wasser aus einer unserer Quellen in einen Tank auf dem Berg pumpt. Von da fliesst es dann ins Haus. Naja, sollte es wenigstens. Anfangs ging ueberhaupt nichts. Die Pumpe war trockengelaufen, das Rohr im Fluss war tiefer als das Rohr unter der Strasse durch, der Muehlenabzweigslauf war mit allemmoeglichen ueberwuchert, der Pumpenruecklaufsverschluss (oder wie das heisst) war abgenutzt, alles einfach alt und im Stich gelassen. Mit viel Schaufeln und Zuneigung haben Max und ich das Ding wieder zum Leben erweckt. Bis dahin jedoch musste jeder einzige Tropfen Wasser, den wir im Haus verwendet haben mit Eimern von einer anderen Quelle (naeher am Haus) herbeigeschafft werden. Trinkwasser kochen wir lieber ab. Da ueberlegt man sich, ob man wirklich schon wieder auf’s Klo muss, wenn man dann wieder hinaus (womoeglich ins Dunkle) muss, mit den Gummistiefeln durch morastigen Sumpf waten und das gleiche wieder zurueck mit zwei vollen Eimern Wasser.
Die Pumpe geht jetzt zum Glueck (meistens), so dass wir keine Eimer mehr schleppen brauchen und wenn, dann haben wir ja jetzt einen Weg bis fast hin zur Quelle.
So,jez is mein Tee schon wieder kalt und ich kann auch meine Augen fast gar nicht mehr offen halten, denn arbeiten macht muede, besonders koerperliche (und noch besonderster, wenn man es nicht wirklich gewohnt ist).
Sprich: gute Nacht! Werd ein andermal weiterschreiben.
So, ein andermal. Max macht grade “toad in the whole” (Kroete im Loch). Das ist ne Art teigige Spezialitaet mit Wuersten drin, und die guggn oben ein bisschen raus, so dass, wenn zwei rausguggn, es aussieht, wie Kroetenaugen J “Quak!”
Auf jeden Fall pass ich auf’s Feuerle auf, damit wir’s wenigstens ein mal am Tag warm haben im Haus. Naja, normal schaufel wir ja draussen, wem’s da kalt bleibt, der mogelt :-)
Heut is uns ein kleines Malloer (wie schreibt mer jez des scho wieder?) passiert. Die Waschmaschine ist zwar angeschlossen an den Reinfliess-Hahn, aber den Rausfliess-Hahn muss mer in die Spuele tun. Naja, ham wir vergessen und die Kueche wurde ein bisschen nass. Aber da der Boden aus daemlichen, alten, halb zerfallenen Plastikkacheln besteht/bestand, die eh raus muessteten (frueher oder spaeter), ham wir eben neben all den andren Zu-tu-Dingen nun auch noch den Kuechenfussboden als Projekt. Den Neuen hatten wir uebrigens am Tag zuvor in Turriff bestellt, wie es der Zufall so will J
Noch eine kleine Notiz hat sich eine Maus verdient, die in einem Loich in einem marroden Fenster gewohnt hat. Die hatte ein Loch in den Rahmen geknabbert und sich darunter ein Zuhause eingerichtet. Nachts hoerten wir sie immer, wie sie rummort hat und durch die Waende geflitzt ist (wo genau wissen wir nicht). Auf jeden Fall wollten wir das Getrappel nicht laenger anhoeren und so legten wir einen Stein vor das Loch. Das freche Vieh hat nun einfach ein zweites Loch daneben reingeknabbert in unser Fenster! Das war zuviel! Wir stellen eine Mausefalle auf und schnapp! Schon war es wieder ruhig nachts.
Das Telefon geht uebrigens auch. Naja, sonst wuerde ja das Internet nicht gehen. Aber zum E-Mails lesen komme ich leider nicht so oft, geschweige denn zum antworten.
Handy-Empfang gibt es nur auf dem Berg oben, also ab und zu geh ich rauf und gugg, ob was da ist. Aber wichtiges sollte mir per Mail oder Telefon oder die gute alte Post zugetragen werden.
Sooooo, jetzt wissen die Neugierigen mal wieder ein bisschen bescheid. Uns beiden geht es sehr gut hier. Wir haben viiiiiiiiiiiiel zu tun, aber wir geniessen es. Es ist richtig gut, sich sein Zuhause schoen zu machen und auch nuetzlich.
Besuch darf gerne, so gut wie jeder Zeit hereinplatzen. Maxie’s Eltern werden demnaechst kommen. Der erste Besucher war Ruthie (kennen wir aus Culdees), sie wohnt aber auch gar nicht so weit weg.
Wir haben ein Klappsofabett geschenkt bekommen, das werden wir wohl mal testliegen demnaechst. Laut Zeugenaussagen schlaeft es sich aber gut drauf (naja, die wollten es trotzdem loswerden *grins*).
Auf jeden Fall sollte man Gummistiefel mitbringen oder Groesse 43 haben J (oder dicke Socken reinanziehen) und ausserdem ne Regenjacke, ab und zu gibt es doch ein paar Spritzer.
So, jez lass ich’s mal gut sein J
J= :-)
Da Max gerade vor dem offenen Kamin eingeschlafen ist, hab ich ein wenig Zeit, mal wieder so das Erlebte hinzutippen, fuer alle Neugierigen ;-)
Seit unserer Ankunft, am 22.09.08, ist doch so einiges passiert und dies oder das erscheint berichtenswert.
Mit einem gemieteten Kleinlaster, in den wir meine 3 Kisten und Maxies (fast) kompletten Haushalt, der bei seinen Eltern lagerte reingestopft haben, kamen wir gegen Nachmittag in Turriff an (Einheimische sagen Turra), wo wir den Schluessel eingesammelt haben und schnell noch so Dinge wie Klopapier und Nudeln eingekauft haben. Dann ging’s die 6 miles (ca.10 km) zu unserem neuen Zuhause.
Fast noch schoener als bei ersten Mal kam es uns vor, vermutlich, weil sie nun uns gehoerte. Die Muehle von Carnousie. Unglaublicherweise. Wir koennen es immernoch nicht fassen!
Zu unserer Ueberaschung fanden wir auch schon Post hinter der Tuere von meinen Grosseltern.
Wir luden, schon ziemlich muede von der 5 stuendigen Fahrt und vom Einladen am Morgen, einen Teil der Kisten und Dinge aus und schleppten sie in unser Zuhause.
Dabei stiessen wir auf dies oder das, dass wir in Erinnerung behalten hatten, oder auch nicht.
Selbstverstaendlich hatten wir die Matratze in erreichbarer Naehe in den Laster gestopft, so dass wir schnell ein Bett hatten.
Nach der ersten Nacht, in der wir dank der Ertuechtigung der letzten Tage tief schliefen, packten wir den Rest aus dem Laster und Max zischte damit zurueck nach Edinburgh, wo wir ihn ausgeliehen hatten.
So blieb ich also alleine zwischen Bergen von Kisten und Durcheinander zurueck. Dann erschreckte mich auch noch der postman (Brieftraeger), der mit seinem Doric nur schwer zu verstehen war. Er war supernett und freundlich und fragte mich (vermutlich) ob wir die neuen Besitzer waeren und dass es hier wohl viel zu tun gaebe.
Doric ist die lokale Sprache hier und in etwa so verstaendlich wie plattdeutsch, selbst fuer Schotten, wie mir einer dieser bestaetigte! Unsere Nachbarn sprechen entweder normales Englisch oder geben sich Muehe, wenn sie mit uns “Auslaendern” reden, was sehr, sehr nett ist ;-) Unsere Nachbarn sind, so bereits getroffen allesamt sehr nett und haben uns Hilfe angeboten. Wir haben ne kleine Hallo-Runde gemacht zu den Naehesten. Und nach und nach machen wir kurze Sonntagsspaziergaenge und ab und zu begegnen wir weiteren.
Heute waren wir wieder mal in Turriff zum Einkaufen, das sind die naehsten Laeden. Ich wuerde vermuten, etwa so gross wie Uffenheim, vielleicht ein bisschen groesser. Man kriegt fast alles, was man so braucht. Wir nehmen immer die Raeder bis zum Bus (ca. 2 miles, ca 3 km), wo es zuerst steil rauf und dann wieder steil runter geht (Hin- wie Rueckweg). Das rauf ist weniger schoen, aber das runter entschaedigt es dann wieder.
Heute waren wir kurz shoppen, Klemptner-Sachen zuerst und dann hatten wir Hunger und fanden ein full Scottish breakfast, mit weissen Bohnen in Tomatensauce, Wuerstchen, Blutwurst (oder sowas aehnliches), Toastbrot, Ei, Butter, Marmelade, gegrillten Tomaten, Speck und Pilzen. Es war quasi ein Begruessungsessen, unser erstes in Turriff (ausser Kebab, als wir das Haus angeschaut haben). Dann waren wir nicht mehr hungrig und sind noch zum GP (Doktor), wo man sich registrieren lassen muss, wenn man umzieht. Die ham keine Anstalten gemacht mich ein extra Formular fuer EU-Auslaender ausfuellen zu lassen. Am naechsten Freitag haben wir dann einen Routinecheck-Termin.
Dann haben wir bei Somerfield unseren ueblichen Grosseinkauf gemacht und als Maxie anfing all die vielen Dinge in seinen Rucksack zu stopfen, fragte die an der Kasse, ob wir nicht home delivery (ins Haus geliefert) haben wollten, wir haetten ja sicher mehr als 25 Pfund. Ja, klar, wollten wir. Anstatt es muehsam in die vielen Taschen und Rucksaecke zu stopfen, rueber zum Bus zu schleifen und dann alles auf den Raedern die 2 miles nach Haus fahren, einfach zurueckradeln und in der Sonne auf die Einkaeufe warten. (jaja, ist nicht wirklich peak oil gerechtes Verhalten, aber wir ueben uns ja erst darin und wenn wir muessten, koennten wir anders, wie wir die letzten 3 Wochen bewiesen haben…)
Ansonsten haengen wir im Garten rum und geniessen das schoene Wetter. Naja, haengen vielleicht nicht, aber das andere schon. Das Wetter ist echt unschottisch. Wir sind ja in einer Mulde drin und die starke Winde fegen einfach drueber hinweg und das Klima hier ist ja eh geschuetzt durch die Berge im Westen. Auf den Feldern aussenrum wird ueberall Getreide angebaut, was ja schon fuer sich spricht. Ein paar Schafe und Kuehe hat’s auch noch ;-)
Die Landschaft ist zwar nicht so dramatisch, wie an der Westkueste, aber zum ueberleben muss es ja nicht noch dramatischer sein. Werd auch noch Bilder ins Netz tun, aber grad bin ich zu faul dazu, mich mit dem Zeug rumzuschlagen. Und die Telefonleitung ist ja auch net grad gut fuer schnelles Internet. Ich tipp den Blog jez auch zuerst und dann tu ich ihn nur noch hochladen.
Jaaa, was wir hier so machen, den ganzen Tag lang? Ich werd jez am besten einfach so dies und das in Stichpunkten schnell hinpinseln, da sonst ein Buch draus wird ;-)
Waende streichen, Kisten schieben, Geschirr abwaschen, Vorhaenge waschen (eben so diverse Nachumzugstaetigkeiten), Eimer schleppen (ein extra Kapitel), im, um, auf unter, neben, usw. Matsch graben (hierzu auch noch ein, zwei Woerter anschliessend), Brennholz sammeln, saegen, hacken (ham ja keine Zentralheizung), Entwaesserungsgraeben graben, Unkraut rausreissen, Bruecken bauen, Fenster abdichten (da mein ich jez die von den Scheunen, net vom Haus), Fenster reparieren (da mein ich jez die vom Haus oder zumindest eins), Muell sammeln, Voegel beobachten (die Gaense fliegen jez alle hier drueber!!), planen fuer Baeume pflanzen, Gemuesebeete anlegen, etc., Daemme im Fluss bauen und so geht die Liste endlos weiter…
Hier noch die “zwei” Woerter zum Matsch: Alles ist seit ca. 30 Jahren voellig vernachlaessigt worden. Keiner hat sich mehr richtig drum gekuemmert. Unter all dem Matsch ist eine funktionierende Welt. Zum Beispiel haben wir herausgefunden, dass unter dem Matsch in der Traktorscheune ein Betonboden ist und das vermutlich der komplette Scheunen-Vorplatz mit Schottersteinchen ein wunderschoener Platz ist. Wir haben angefangen Wege freizulegen vom Haus zu den Scheunen und anstatt 10 cm im Matsch zu versinken kann man jez fast trockenen Fusses von einer Seite zur anderen gelangen.
Zur Vernachlaessigung noch soviel: die Frau, die hier lebte muss wohl ziemlich arm gewesen sein, nachdem ihr Mann gestorben ist und das Unternehmen keinen Gewinn mehr einbrachte. Sie hat sogar das Muehlrad verkauft!!! Jammerschade! Wir wissen, wo es ist. Mal schauen…
Jez noch das Kapitel zum Eimerschleppen, dann muss ich fuer heute auch mal ins Bett:
Wir haengen hier nicht an der Main(Haupt-)wasserleitung, sondern haben eine eigene Trinkwasserversorgung. Vom Fluss wird durch den Muehlenabzweigslauf eine Pumpe betrieben, die Wasser aus einer unserer Quellen in einen Tank auf dem Berg pumpt. Von da fliesst es dann ins Haus. Naja, sollte es wenigstens. Anfangs ging ueberhaupt nichts. Die Pumpe war trockengelaufen, das Rohr im Fluss war tiefer als das Rohr unter der Strasse durch, der Muehlenabzweigslauf war mit allemmoeglichen ueberwuchert, der Pumpenruecklaufsverschluss (oder wie das heisst) war abgenutzt, alles einfach alt und im Stich gelassen. Mit viel Schaufeln und Zuneigung haben Max und ich das Ding wieder zum Leben erweckt. Bis dahin jedoch musste jeder einzige Tropfen Wasser, den wir im Haus verwendet haben mit Eimern von einer anderen Quelle (naeher am Haus) herbeigeschafft werden. Trinkwasser kochen wir lieber ab. Da ueberlegt man sich, ob man wirklich schon wieder auf’s Klo muss, wenn man dann wieder hinaus (womoeglich ins Dunkle) muss, mit den Gummistiefeln durch morastigen Sumpf waten und das gleiche wieder zurueck mit zwei vollen Eimern Wasser.
Die Pumpe geht jetzt zum Glueck (meistens), so dass wir keine Eimer mehr schleppen brauchen und wenn, dann haben wir ja jetzt einen Weg bis fast hin zur Quelle.
So,jez is mein Tee schon wieder kalt und ich kann auch meine Augen fast gar nicht mehr offen halten, denn arbeiten macht muede, besonders koerperliche (und noch besonderster, wenn man es nicht wirklich gewohnt ist).
Sprich: gute Nacht! Werd ein andermal weiterschreiben.
So, ein andermal. Max macht grade “toad in the whole” (Kroete im Loch). Das ist ne Art teigige Spezialitaet mit Wuersten drin, und die guggn oben ein bisschen raus, so dass, wenn zwei rausguggn, es aussieht, wie Kroetenaugen J “Quak!”
Auf jeden Fall pass ich auf’s Feuerle auf, damit wir’s wenigstens ein mal am Tag warm haben im Haus. Naja, normal schaufel wir ja draussen, wem’s da kalt bleibt, der mogelt :-)
Heut is uns ein kleines Malloer (wie schreibt mer jez des scho wieder?) passiert. Die Waschmaschine ist zwar angeschlossen an den Reinfliess-Hahn, aber den Rausfliess-Hahn muss mer in die Spuele tun. Naja, ham wir vergessen und die Kueche wurde ein bisschen nass. Aber da der Boden aus daemlichen, alten, halb zerfallenen Plastikkacheln besteht/bestand, die eh raus muessteten (frueher oder spaeter), ham wir eben neben all den andren Zu-tu-Dingen nun auch noch den Kuechenfussboden als Projekt. Den Neuen hatten wir uebrigens am Tag zuvor in Turriff bestellt, wie es der Zufall so will J
Noch eine kleine Notiz hat sich eine Maus verdient, die in einem Loich in einem marroden Fenster gewohnt hat. Die hatte ein Loch in den Rahmen geknabbert und sich darunter ein Zuhause eingerichtet. Nachts hoerten wir sie immer, wie sie rummort hat und durch die Waende geflitzt ist (wo genau wissen wir nicht). Auf jeden Fall wollten wir das Getrappel nicht laenger anhoeren und so legten wir einen Stein vor das Loch. Das freche Vieh hat nun einfach ein zweites Loch daneben reingeknabbert in unser Fenster! Das war zuviel! Wir stellen eine Mausefalle auf und schnapp! Schon war es wieder ruhig nachts.
Das Telefon geht uebrigens auch. Naja, sonst wuerde ja das Internet nicht gehen. Aber zum E-Mails lesen komme ich leider nicht so oft, geschweige denn zum antworten.
Handy-Empfang gibt es nur auf dem Berg oben, also ab und zu geh ich rauf und gugg, ob was da ist. Aber wichtiges sollte mir per Mail oder Telefon oder die gute alte Post zugetragen werden.
Sooooo, jetzt wissen die Neugierigen mal wieder ein bisschen bescheid. Uns beiden geht es sehr gut hier. Wir haben viiiiiiiiiiiiel zu tun, aber wir geniessen es. Es ist richtig gut, sich sein Zuhause schoen zu machen und auch nuetzlich.
Besuch darf gerne, so gut wie jeder Zeit hereinplatzen. Maxie’s Eltern werden demnaechst kommen. Der erste Besucher war Ruthie (kennen wir aus Culdees), sie wohnt aber auch gar nicht so weit weg.
Wir haben ein Klappsofabett geschenkt bekommen, das werden wir wohl mal testliegen demnaechst. Laut Zeugenaussagen schlaeft es sich aber gut drauf (naja, die wollten es trotzdem loswerden *grins*).
Auf jeden Fall sollte man Gummistiefel mitbringen oder Groesse 43 haben J (oder dicke Socken reinanziehen) und ausserdem ne Regenjacke, ab und zu gibt es doch ein paar Spritzer.
So, jez lass ich’s mal gut sein J
J= :-)
Friday, 5 September 2008
The Mill
Am 18.08.2008 um 14:38 sahen wir sie zum ersten Mal tatsächlich. Im Internet hatte sie uns schon ziemlich gut gefallen, aber als wir sie so da stehen sahen, haute es uns fast um. Die Mühle von Carnousie!
Wir waren von der kleinen Straße links abgebogen und dem Weg bis hinunter gefolgt. Unten stand die Mühle. Das Mühlengebäude war außen komplett. Daneben ein großer Hühnerstall und um die Bäume herum erschien wie im Märchen das Haus. Umringt von hohen Bäumen hatte es sich friedlich in die Landschaft gekuschelt. Der Mühlenbach plätscherte fröhlich durch sein Bett.
Das Haus blickte uns mit seinen großen Fenstern an, die nach Süden zeigten. Die rote Türe lächelte uns einladend zu. Wir warteten auf die Besitzer mit dem Schlüssel, doch es war uns bereits klar: JA! Wir wollten es! Wir schnupperten ums Haus herum und um die Mühle. Es war einfach traumhaft schnuckelig und alles schien aus einer anderen Zeit zu stammen. Wir fühlten uns geborgen und alles war aufregend zugleich.
Dann kamen die Besitzer. Wir zogen uns die Gummistiefel an und stiefelten los. Wir durften einen Blick in die ehemaligen Stallungen werfen. Unzählige Nebengebäude versprachen Stauraum und Platz für einen Werkraum. Selbst die Brennnesseln, die alles überwucherten freuten uns, da es ein Zeichen für fruchtbaren Boden war.
Wir warfen einen Blick ins Innere der Mühle. Leider war der Zwischenboden ein wenig angerottet, doch das trübte unsere Freude nur wenig. Über den Mühlenbach hüpfend ging es weiter hinein in das kleine Tal, das sich flussabwärts öffnete. Die sonnige und sanft-abfallende Lage bot dem Auge des Betrachters Geborgenheit und Freiheit zugleich. Am Westhang erhoben sich schützende Bäume in den Himmel.
Am unteren Ende des Grundstückes fand sich eine kleine Hütte am Ufer des Flusses. Sie bot zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten von einem Ferienhaus, über ein Teepausendachüberdemkopf bis hin zu einem Schweinestall. Im Nordwesten sah man hinter dem Weizenfeld die Dächer der Nachbarfarm, die von riesigen Kartoffelkistentürmen umringt war.
Zurück zur anderen Seite des Grundstücks überquerten wir die kleine Straße und wunderten uns über die enorme Größe des Besitzes. Wir würden wohl nie alle 25 anderen Interessenten überbieten können.
Die Besitzer waren äußerst nett und führten uns nun zurück zum Haus und schlossen es auf. Drinnen fiel unser Blick auf das lichte Treppenhaus, das hinauf in den zweiten Stock führte. Links um die Ecke fand sich ein Wohnzimmer, das mit seinem Kamin beeindruckte. Rechts von der Treppe ein zweites Wohnzimmer, das ebenfalls einen Kamin hatte. Die Möbel der Vorbesitzerin störten zwar die Geschmackhaftigkeit der Einrichtung, aber diese waren ja nicht im Preis mit inbegriffen.
An dieses Zimmer angrenzend fand sich ein kleiner Essraum, dessen Fenster nach Norden zeigte. Auch die praktische Küche und das kleine Bad waren nördliche Erweiterungen des Haupthauses. So wurde die märchenhafte Vorderansicht nicht verunstaltet. Eine kleine Seitentüre führte nach Westen in den Garten hinaus.
Im Obergeschoss fanden sich zwei Schlafzimmer, die ebenfalls jeweils mit einem Kamin ausgestattet sind. Eine leichte Schräge ließ uns beiden großköpfigen genug Platz, um aufrecht stehen zu können. Auch die Fenster dieser beiden Räume ließen das Mittagslicht hineinströmen.
Wir gingen noch einmal ums Haus herum und waren uns nun absolut sicher: Das sollte unser neues Zuhause werden. Doch unsere Hoffnung war äußerst klein, da bereits Gebote für die blinde Auktion abgegeben wurden. Wir dachten, irgendein Stinkreicher wird sie uns schon wegschnappen. Trotzdem wollten wir es versuchen. Wer es nicht versucht, der hat ja schon verloren.
So rief Max also seinen Notar/Anwalt an und gab sein Gebot ab. Am nächsten Tag (Freitag) war die Auktion und wir warteten gespannt auf Nachricht. Als das Telefon klingelte hielten wir den Atem an. Doch der Anwalt sagte nur, dass man sich bis Montag gedulden müsse.
So saßen wir da und mussten das ganze Wochenende lang möglichst nicht daran denken. Jetzt konnte man eh nichts mehr ändern. Zum Glück hatten wir Termine ohne Ende, so dass uns nicht all zuviel Zeit zum grübeln blieb.
Am Montag, den 25. August 2008 um 16:25 klingelte dann das Handy wieder. Und wir konnten es wirklich nicht glauben. Die Verkäufer hatten unser Gebot angenommen. Wir hatten die Mühle gekauft!
Nach und nach werden all die Formalitäten erledigt und es gibt bisher keine einzige Komplikation. Am 20.9. wird dann die Schlüsselübergabe sein und wir sind schon fleißig am Packen und Organisieren.
Wir waren von der kleinen Straße links abgebogen und dem Weg bis hinunter gefolgt. Unten stand die Mühle. Das Mühlengebäude war außen komplett. Daneben ein großer Hühnerstall und um die Bäume herum erschien wie im Märchen das Haus. Umringt von hohen Bäumen hatte es sich friedlich in die Landschaft gekuschelt. Der Mühlenbach plätscherte fröhlich durch sein Bett.

Das Haus blickte uns mit seinen großen Fenstern an, die nach Süden zeigten. Die rote Türe lächelte uns einladend zu. Wir warteten auf die Besitzer mit dem Schlüssel, doch es war uns bereits klar: JA! Wir wollten es! Wir schnupperten ums Haus herum und um die Mühle. Es war einfach traumhaft schnuckelig und alles schien aus einer anderen Zeit zu stammen. Wir fühlten uns geborgen und alles war aufregend zugleich.
Dann kamen die Besitzer. Wir zogen uns die Gummistiefel an und stiefelten los. Wir durften einen Blick in die ehemaligen Stallungen werfen. Unzählige Nebengebäude versprachen Stauraum und Platz für einen Werkraum. Selbst die Brennnesseln, die alles überwucherten freuten uns, da es ein Zeichen für fruchtbaren Boden war.
Wir warfen einen Blick ins Innere der Mühle. Leider war der Zwischenboden ein wenig angerottet, doch das trübte unsere Freude nur wenig. Über den Mühlenbach hüpfend ging es weiter hinein in das kleine Tal, das sich flussabwärts öffnete. Die sonnige und sanft-abfallende Lage bot dem Auge des Betrachters Geborgenheit und Freiheit zugleich. Am Westhang erhoben sich schützende Bäume in den Himmel.
Am unteren Ende des Grundstückes fand sich eine kleine Hütte am Ufer des Flusses. Sie bot zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten von einem Ferienhaus, über ein Teepausendachüberdemkopf bis hin zu einem Schweinestall. Im Nordwesten sah man hinter dem Weizenfeld die Dächer der Nachbarfarm, die von riesigen Kartoffelkistentürmen umringt war.
Zurück zur anderen Seite des Grundstücks überquerten wir die kleine Straße und wunderten uns über die enorme Größe des Besitzes. Wir würden wohl nie alle 25 anderen Interessenten überbieten können.
Die Besitzer waren äußerst nett und führten uns nun zurück zum Haus und schlossen es auf. Drinnen fiel unser Blick auf das lichte Treppenhaus, das hinauf in den zweiten Stock führte. Links um die Ecke fand sich ein Wohnzimmer, das mit seinem Kamin beeindruckte. Rechts von der Treppe ein zweites Wohnzimmer, das ebenfalls einen Kamin hatte. Die Möbel der Vorbesitzerin störten zwar die Geschmackhaftigkeit der Einrichtung, aber diese waren ja nicht im Preis mit inbegriffen.
An dieses Zimmer angrenzend fand sich ein kleiner Essraum, dessen Fenster nach Norden zeigte. Auch die praktische Küche und das kleine Bad waren nördliche Erweiterungen des Haupthauses. So wurde die märchenhafte Vorderansicht nicht verunstaltet. Eine kleine Seitentüre führte nach Westen in den Garten hinaus.
Im Obergeschoss fanden sich zwei Schlafzimmer, die ebenfalls jeweils mit einem Kamin ausgestattet sind. Eine leichte Schräge ließ uns beiden großköpfigen genug Platz, um aufrecht stehen zu können. Auch die Fenster dieser beiden Räume ließen das Mittagslicht hineinströmen.
Wir gingen noch einmal ums Haus herum und waren uns nun absolut sicher: Das sollte unser neues Zuhause werden. Doch unsere Hoffnung war äußerst klein, da bereits Gebote für die blinde Auktion abgegeben wurden. Wir dachten, irgendein Stinkreicher wird sie uns schon wegschnappen. Trotzdem wollten wir es versuchen. Wer es nicht versucht, der hat ja schon verloren.
So rief Max also seinen Notar/Anwalt an und gab sein Gebot ab. Am nächsten Tag (Freitag) war die Auktion und wir warteten gespannt auf Nachricht. Als das Telefon klingelte hielten wir den Atem an. Doch der Anwalt sagte nur, dass man sich bis Montag gedulden müsse.
So saßen wir da und mussten das ganze Wochenende lang möglichst nicht daran denken. Jetzt konnte man eh nichts mehr ändern. Zum Glück hatten wir Termine ohne Ende, so dass uns nicht all zuviel Zeit zum grübeln blieb.
Am Montag, den 25. August 2008 um 16:25 klingelte dann das Handy wieder. Und wir konnten es wirklich nicht glauben. Die Verkäufer hatten unser Gebot angenommen. Wir hatten die Mühle gekauft!
Nach und nach werden all die Formalitäten erledigt und es gibt bisher keine einzige Komplikation. Am 20.9. wird dann die Schlüsselübergabe sein und wir sind schon fleißig am Packen und Organisieren.
Saturday, 30 August 2008
August
Sooo, mal wieder einen kleinen Bericht:
Seit dem letzten Blog ist doch wieder dies und jenes gewesen. Mein Geburtstag z.B. ;-) Viele Leutlis haben an mich gedacht! Sogar mein Bruder! Danke sehr. Is gut zu wissen, dass man auch in der Ferne noch nicht vergessen wurde ;-)
Hatte einen faulen Tag, da wir davor 3 Tage durch Schottland gedüst sind und unzählige Häuser, Äcker und Gemischtes angeguggt haben. Eins hat sich als schwierig herausgestellt, da es an diesem Tag sehr nebelig war. Es war ein kleines Ex-Haus, also schon n bisschen eingefallen und mitten in einem Acker. Davon gibt’s hier unzählige. Und wenn noch alle vier Wände stehen, ist es leichter eine Erlaubnis zu kriegen, da wieder ein gescheites Haus hinzustellen oder das Alte zu restaurieren.
Ja, so nahmen wir also unseren (ungenauen) Plan und stiefelten los. Wir fragten zwar den netten Nachbarn, wo es nun sei. Der meinte, da unten im Feld (also mitten in der dicksten Nebelsuppe). Zuerst stolperten wir ins falsche Haus. Es sah fast gleich aus! Es hatte eine eingefallne Scheune daneben und das Dreieck der Wand ^ ragte, wie auf dem Bild, das wir hatten links neben dem Haus in den Himmel. Das Haus selbst kam uns aber bei einer Inspektion nicht wirklich eingefallen genug vor, um das Richtige zu sein. Kleinlaut schlichen wir uns davon.
Dann gingen wir ins falsche Feld. Es hatte auch ein Doppeltor, wie beschrieben. Doch auch trotz intensiver Suche im Nebel konnten wir nirgends auch nur das geringste Anzeichen von einem alten Haus finden. Dann sahen wir ein Haus im nächsten Feld. Doch das sah überhaupt nicht so aus, wie das auf unsrem Plan! Und es war auch an der falschen Stelle. So liefen wir tiefer in den Nebel hinein und rundherum und nach rechts und links und als wir schon fast aufgeben wollten, schimmerte etwas Dunkles durch den Nebel.
Da die B&Bs alle voll waren, machten wir es uns auf Campingplätzen bequem. Max hat zu seinem Geburtstag ein neues Zelt bekommen. Auf dem zweiten Campingplatz hatten wir diverse tierische Erfahrungen. Nachts wollte eine Katze unsre Salami klauen und da wir sie lieber schnell ins Auto packten, hatte sie die Frechheit am nächsten Morgen an unser Zelt zu … *grrrr* Blödes Viech!
Außerdem wurden unsre Nachbarn von ca. 20 Enten umringt, als sie ihr Frühstück auspackten.
Am 23.8. dann sind wir zum Sommerfest vom Ecology Centre gefahren. Da hab ich vor einigen Jahren mal als Freiwillige mitgeholfen. Die Leutlis da sind einfach riesig nett, so dass ich immer mal wieder hin muss und Hallo sagen ;-) Dieses Jahr fiel das Sommerfest kleiner aus, weil es keine Sponsoren gab. Jaja, man muss sparen… Aber wir hatten trotzdem Spaß: wir haben ein Fragebogenquiz mitgemacht, mit so Fragen und Aufgaben drauf. Z.B. finde eine weiße Feder, nenne drei Lebewesen, die im Teich leben oder wie viele CDs sind am Hut der Vogelscheuche befestigt.
Außerdem haben wir noch beim Pond Dipping mitgemacht. Teichtauchen. Also jeder kriegt n Kescher und ne Schüssel mit Wasser. Dann wird eingetaucht und wer den größten Käfer/Fisch/Lurch usw. hat, darf ihn allen andren zeigen und stolz sein ;-) Ganz schön viele Viecher leben da drin ;-)
Abends gab es dann noch einen Ceilidh, da das Centre dieses Jahr 10 Jahre alt wird. Ein Ceilidh ist ein schottischer Tanzabend. Beschwingte Musik und fröhlich tanzende Leute. Einfach zum Spaß haben. Wer mal falsch tanzt, wird auch nicht ausgelacht, sondern einfach um die richtige Kurve mitgezogen.
Übernachtet haben wir bei Lynda. Sie wohnt in der nächsten Stadt neben dem Ecology Centre. Sie hat mal in Ulm gearbeitet und bei uns gewohnt.
Heute waren wir auf der Horticultural Show. Jeder schleift seinen größten Kürbis an und seine tollsten Blumen. Dann kriegen welche einen Preis und alle sind froh. Neben dem Gemüse und den Blumen gab’s auch noch Kuchen, Nachtisch, Malerei, Kunst im Beet u.v.m..
Um Bilder werd ich mich demnächst mal richtig kümmern:
http://picasaweb.google.com/H.Pennig/Scotland
Seit dem letzten Blog ist doch wieder dies und jenes gewesen. Mein Geburtstag z.B. ;-) Viele Leutlis haben an mich gedacht! Sogar mein Bruder! Danke sehr. Is gut zu wissen, dass man auch in der Ferne noch nicht vergessen wurde ;-)
Hatte einen faulen Tag, da wir davor 3 Tage durch Schottland gedüst sind und unzählige Häuser, Äcker und Gemischtes angeguggt haben. Eins hat sich als schwierig herausgestellt, da es an diesem Tag sehr nebelig war. Es war ein kleines Ex-Haus, also schon n bisschen eingefallen und mitten in einem Acker. Davon gibt’s hier unzählige. Und wenn noch alle vier Wände stehen, ist es leichter eine Erlaubnis zu kriegen, da wieder ein gescheites Haus hinzustellen oder das Alte zu restaurieren.
Ja, so nahmen wir also unseren (ungenauen) Plan und stiefelten los. Wir fragten zwar den netten Nachbarn, wo es nun sei. Der meinte, da unten im Feld (also mitten in der dicksten Nebelsuppe). Zuerst stolperten wir ins falsche Haus. Es sah fast gleich aus! Es hatte eine eingefallne Scheune daneben und das Dreieck der Wand ^ ragte, wie auf dem Bild, das wir hatten links neben dem Haus in den Himmel. Das Haus selbst kam uns aber bei einer Inspektion nicht wirklich eingefallen genug vor, um das Richtige zu sein. Kleinlaut schlichen wir uns davon.
Dann gingen wir ins falsche Feld. Es hatte auch ein Doppeltor, wie beschrieben. Doch auch trotz intensiver Suche im Nebel konnten wir nirgends auch nur das geringste Anzeichen von einem alten Haus finden. Dann sahen wir ein Haus im nächsten Feld. Doch das sah überhaupt nicht so aus, wie das auf unsrem Plan! Und es war auch an der falschen Stelle. So liefen wir tiefer in den Nebel hinein und rundherum und nach rechts und links und als wir schon fast aufgeben wollten, schimmerte etwas Dunkles durch den Nebel.
Da die B&Bs alle voll waren, machten wir es uns auf Campingplätzen bequem. Max hat zu seinem Geburtstag ein neues Zelt bekommen. Auf dem zweiten Campingplatz hatten wir diverse tierische Erfahrungen. Nachts wollte eine Katze unsre Salami klauen und da wir sie lieber schnell ins Auto packten, hatte sie die Frechheit am nächsten Morgen an unser Zelt zu … *grrrr* Blödes Viech!
Außerdem wurden unsre Nachbarn von ca. 20 Enten umringt, als sie ihr Frühstück auspackten.
Am 23.8. dann sind wir zum Sommerfest vom Ecology Centre gefahren. Da hab ich vor einigen Jahren mal als Freiwillige mitgeholfen. Die Leutlis da sind einfach riesig nett, so dass ich immer mal wieder hin muss und Hallo sagen ;-) Dieses Jahr fiel das Sommerfest kleiner aus, weil es keine Sponsoren gab. Jaja, man muss sparen… Aber wir hatten trotzdem Spaß: wir haben ein Fragebogenquiz mitgemacht, mit so Fragen und Aufgaben drauf. Z.B. finde eine weiße Feder, nenne drei Lebewesen, die im Teich leben oder wie viele CDs sind am Hut der Vogelscheuche befestigt.
Außerdem haben wir noch beim Pond Dipping mitgemacht. Teichtauchen. Also jeder kriegt n Kescher und ne Schüssel mit Wasser. Dann wird eingetaucht und wer den größten Käfer/Fisch/Lurch usw. hat, darf ihn allen andren zeigen und stolz sein ;-) Ganz schön viele Viecher leben da drin ;-)
Abends gab es dann noch einen Ceilidh, da das Centre dieses Jahr 10 Jahre alt wird. Ein Ceilidh ist ein schottischer Tanzabend. Beschwingte Musik und fröhlich tanzende Leute. Einfach zum Spaß haben. Wer mal falsch tanzt, wird auch nicht ausgelacht, sondern einfach um die richtige Kurve mitgezogen.
Übernachtet haben wir bei Lynda. Sie wohnt in der nächsten Stadt neben dem Ecology Centre. Sie hat mal in Ulm gearbeitet und bei uns gewohnt.
Heute waren wir auf der Horticultural Show. Jeder schleift seinen größten Kürbis an und seine tollsten Blumen. Dann kriegen welche einen Preis und alle sind froh. Neben dem Gemüse und den Blumen gab’s auch noch Kuchen, Nachtisch, Malerei, Kunst im Beet u.v.m..
Um Bilder werd ich mich demnächst mal richtig kümmern:
http://picasaweb.google.com/H.Pennig/Scotland
Tuesday, 5 August 2008
Jupp, nu is es schon Sommer! Und sogar hier is es richtig warm (an manchen Tagen :-) !
Viel Neues gibt’s ja nicht, aber so einiges fällt mir wieder mal ein zum hintippen ;-)
Heute haben wir die partielle Sonnenfinsternis verpasst, hat aber eh geregnet. Die Sonne kam erst später raus.
Grad hab ich n ziemlich genüssliches Leben. Morgens steh ich auf und frühstücke, dass gibt’s um 11 ne Teepause. Da muss ich euch vom Sommerhaus erzählen. Das ist ein kleiner Anbau mit Fenstern drin. Von da aus sieht man alles mögliche: Den Bauern, dem die Felder drumrum gehören auf seinem Traktor, kleine Vogelkinder, die piepsen und von ihren Eltern gefüttert werden (dazu noch mehr), Hasen, die auf den nahen Hügeln hin- und herrennen (lolloping, wie des auf Englisch so schön heißt), Bussarde, die über ihnen kreisen, jede Menge Krähen und wie die sonst noch so alle heißen und Möwen aller Art, die auf den gemähten Feldern übrige Körner picken und kleine Tierchen fressen, manchmal sieht man sogar Rehe oder Füchse und nicht zu vergessen dumme und weniger dummer Insekten, die gegen die Scheiben fliegen oder wenn die Fenster offen sind auch hinein.
Irgendwo ist ein Wespennest. Das war zuerst unter dem Badezimmerfußboden, dann haben wir die Lüftungsschlitze mit Matsch zugekleistert. Wo sie jetzt sind, haben wir noch nicht entdeckt. Gestochen worden ist noch niemand. Korrigiere! Die Mutter von Max wurde gestochen. Sie hat irgendwo hingelangt und da saß ne Wespe, die sie nicht gesehn hat.
Nochmal zu den kleinen süüüüüüüüüüüüüüßen Babyvögelchenlileinis! Heute morgen hab ich die Zaunkönig-Familie gesehen. Und Zaunkönige (Wren) sind ja sowieso schon klein, aber die Kleinen sind noch viel kleiner!! Etwa wie wuschelige Golfbälle mit kleinen, lauten Schnäbeln ;-) Sooooooo süüüüüüüß!! Die könnte man stundenlang beobachten.
Ein anderes Vögelchenbabylileinchen kam eines Abends, als wir Scrabble spielten (siehe weiter unten) ganz plötzlich hervor. Ein Schleiereulenjunges. War doch schon ein größeres Junges. Aber so was von putzig. Es hatte noch eine kleine Flauschipauschi-Fussel-Wolke am Kopf. Und die können ja ihre Augen nicht bewegen, so müssen sie immer mit dem ganzen Kopf wackeln. Das sieht so was von ulkig aus. Abends hört man das Kleine immer fiepen. Es sitzt im kaputten Dach der Nachbarscheune. Süüüüüß!!
Jetzt noch der Scrabble-Abend: Eigentlich warens ja zwei ;-) Beim ersten haben Max und ich im Team gespielt. Wir führten lange, aber am Schluss hat Maxies Vater dann doch gewonnen. Beim zweiten Mal spielte ich alleine, hatte aber das Recht im Wörterbuch nachzuschauen, ob’s ein Wort auch wirklich gab. Da bin ich nämlich spitze drin, im Wörter erfinden, dies nicht gibt ;-) Ich hab so Sachen nachgeschaut, wie ob „oh“ ein Wort ist. Ja! Und ob man grubby mit zwei b schreibt. Ja! Und ich hatte ne Menge Dusel und tataaaa, ich hab gewonnen! Naja, ich glaub des war nur Zufall ;-) Beim nächsten Mal werd ich ganz ohne Hilfe spielen, dann werr mer ja sehn, wie gut mein English wirklich ist ;-)
Nachmittags geh mer öfters ma spazieren, um bissle Pause vom computern zu kriegen. Is doch n bissle zäh, dieses Gesurfe im Internet…
Die Landschaft hier ist ja nicht ganz so rau, aber die grünen sanften Hügel mit den weißen Schafspunkten drauf sind auch nicht zu verachten. Langsam fängt das Heidekraut auch an zu blühen und alles wird lila-rosa.
An einem Nachmittag sind wir so durch die Gegend gelaufen und dann kamen wir an einem Fluss vorbei. Plötzlich sah ich einen Golfball. Max fischte ihn raus und fand noch zwei Weitere. Wir waren neben dem Golfplatz. Und natürlich fingen wir sofort an nach Golfbällen zu suchen. Man denkt doch, dass es eine Schande wär, seinen Golfball ins Gebüsch zu haun und dann auch noch nicht wiederzufinden. Aber anscheinend keine allzu große.
Wir fanden sage und schreibe 15 Golfbälle! Und gar nicht mal so weit weg vom Zaun (über den man übrigens supereinfach mit einer Leiter drübba kommt, im tiefsten Gestrüpp, nein! einfach so, unter einem Baum 2 Meter neben dem Zaun.
Am Mittwoch waren zwei Freunde von Maxies Eltern da, die kannt ich schon. Mit ihren Kindern und Enkeln, die kannt ich noch nicht. Es war ein richtig britischer Tag. Die Kinder haben im Fluss gespielt. Da kann man ja alle möglichen Krabbelviecher finden und auch kleinere Fische. Dann haben wir ein Picknick gemacht und nachmittags haben wir Drachen steigen lassen.
Hier muss erwähnt werden, dass die Mutter von Max eine technische Designerin ist. Sie hat die Drachen, natürlich, selbst gebaut und eine wahnsinnig geniale Extra-Konstruktion dazu erfunden. Mit einem Flügel-Dingsdabums kann man kleine Fallschirmspringer die Schnur hinauf wehen lassen. Wenn das Dingsdabums an den Drachen oben stößt, fällt der Fallschirmspringer herab und die Flügel schließen sich, so dass sie wieder die Schnur herunter rutschen.
Das Beste an diesem Tag war daran, dass man kleine Kinder losschicken konnte, die die Fallschirmspringerchen dann wieder eingesammelt haben ;-)
Macht einen wahnsinns Spaß!
Um 4 Uhr nachmittags gibt’s dann wieder eine Teepause mit Keksen und manchmal auch Kuchen. Bis zum Abendessen gibt’s noch mal Suche im Netz, E-Mails lesen, Briefe schreiben, aufräumen, Blog tippen, Fotos sortieren und in mein Online-Fotoalbum stellen:
http://picasaweb.google.com/H.Pennig/Scotland
Und wenn’s uns langweilig wird (oder auch sonst mal ;-), dann machen wir einfach was Lustiges. Zum Beispiel an einem sonnigen Sommertag mit dem Touristen-Doppel-Decker-Bus durch Edinburgh fahren und uns den schottischen Wind um die Nasen wehen lassen. Oder auch zu Bekannten fahren und Heu machen. Oder über den Firth of Forth nördlich von Edinburgh fahren und das Earthship (ist auf dem Ecology Centre (wo ich mal gearbeitet hab)-Gelände und durch deren Zusammenarbeit ich bei Bau jenes selbigen mitgeholfen habe (für etwa zwei Wochen))) anschauen (naja, es war schon wieder zu!) und Lynda (eine Freundin, die mal in Ulm gearbeitet und bei uns gewohnt hat) in Kirkcaldy (nächste Stadt, neben Kinghorn, wo Ecology Centre und auch Earthship zu finden sind) besuchen.
Und abends gibt’s dann ein Riesenessen. Das wär bei uns normal der Sonntagsbraten: Gemüse, Kartoffeln, Fleisch und Nachtisch! Und das jeden Tag mit Variationen. Ab und zu mal auch was Einfacheres wie Nudelauflauf. Also verhungern kann man hier nicht.
Dann gibt’s noch Bildungsfernsehn (ich muss ja schließlich Englisch lernen und auch allesmögliche über das Leben in Scotland/Great Britain).
Und dann geh ich wieder schlafen.
Viel Neues gibt’s ja nicht, aber so einiges fällt mir wieder mal ein zum hintippen ;-)
Heute haben wir die partielle Sonnenfinsternis verpasst, hat aber eh geregnet. Die Sonne kam erst später raus.
Grad hab ich n ziemlich genüssliches Leben. Morgens steh ich auf und frühstücke, dass gibt’s um 11 ne Teepause. Da muss ich euch vom Sommerhaus erzählen. Das ist ein kleiner Anbau mit Fenstern drin. Von da aus sieht man alles mögliche: Den Bauern, dem die Felder drumrum gehören auf seinem Traktor, kleine Vogelkinder, die piepsen und von ihren Eltern gefüttert werden (dazu noch mehr), Hasen, die auf den nahen Hügeln hin- und herrennen (lolloping, wie des auf Englisch so schön heißt), Bussarde, die über ihnen kreisen, jede Menge Krähen und wie die sonst noch so alle heißen und Möwen aller Art, die auf den gemähten Feldern übrige Körner picken und kleine Tierchen fressen, manchmal sieht man sogar Rehe oder Füchse und nicht zu vergessen dumme und weniger dummer Insekten, die gegen die Scheiben fliegen oder wenn die Fenster offen sind auch hinein.
Irgendwo ist ein Wespennest. Das war zuerst unter dem Badezimmerfußboden, dann haben wir die Lüftungsschlitze mit Matsch zugekleistert. Wo sie jetzt sind, haben wir noch nicht entdeckt. Gestochen worden ist noch niemand. Korrigiere! Die Mutter von Max wurde gestochen. Sie hat irgendwo hingelangt und da saß ne Wespe, die sie nicht gesehn hat.
Nochmal zu den kleinen süüüüüüüüüüüüüüßen Babyvögelchenlileinis! Heute morgen hab ich die Zaunkönig-Familie gesehen. Und Zaunkönige (Wren) sind ja sowieso schon klein, aber die Kleinen sind noch viel kleiner!! Etwa wie wuschelige Golfbälle mit kleinen, lauten Schnäbeln ;-) Sooooooo süüüüüüüß!! Die könnte man stundenlang beobachten.
Ein anderes Vögelchenbabylileinchen kam eines Abends, als wir Scrabble spielten (siehe weiter unten) ganz plötzlich hervor. Ein Schleiereulenjunges. War doch schon ein größeres Junges. Aber so was von putzig. Es hatte noch eine kleine Flauschipauschi-Fussel-Wolke am Kopf. Und die können ja ihre Augen nicht bewegen, so müssen sie immer mit dem ganzen Kopf wackeln. Das sieht so was von ulkig aus. Abends hört man das Kleine immer fiepen. Es sitzt im kaputten Dach der Nachbarscheune. Süüüüüß!!
Jetzt noch der Scrabble-Abend: Eigentlich warens ja zwei ;-) Beim ersten haben Max und ich im Team gespielt. Wir führten lange, aber am Schluss hat Maxies Vater dann doch gewonnen. Beim zweiten Mal spielte ich alleine, hatte aber das Recht im Wörterbuch nachzuschauen, ob’s ein Wort auch wirklich gab. Da bin ich nämlich spitze drin, im Wörter erfinden, dies nicht gibt ;-) Ich hab so Sachen nachgeschaut, wie ob „oh“ ein Wort ist. Ja! Und ob man grubby mit zwei b schreibt. Ja! Und ich hatte ne Menge Dusel und tataaaa, ich hab gewonnen! Naja, ich glaub des war nur Zufall ;-) Beim nächsten Mal werd ich ganz ohne Hilfe spielen, dann werr mer ja sehn, wie gut mein English wirklich ist ;-)
Nachmittags geh mer öfters ma spazieren, um bissle Pause vom computern zu kriegen. Is doch n bissle zäh, dieses Gesurfe im Internet…
Die Landschaft hier ist ja nicht ganz so rau, aber die grünen sanften Hügel mit den weißen Schafspunkten drauf sind auch nicht zu verachten. Langsam fängt das Heidekraut auch an zu blühen und alles wird lila-rosa.
An einem Nachmittag sind wir so durch die Gegend gelaufen und dann kamen wir an einem Fluss vorbei. Plötzlich sah ich einen Golfball. Max fischte ihn raus und fand noch zwei Weitere. Wir waren neben dem Golfplatz. Und natürlich fingen wir sofort an nach Golfbällen zu suchen. Man denkt doch, dass es eine Schande wär, seinen Golfball ins Gebüsch zu haun und dann auch noch nicht wiederzufinden. Aber anscheinend keine allzu große.
Wir fanden sage und schreibe 15 Golfbälle! Und gar nicht mal so weit weg vom Zaun (über den man übrigens supereinfach mit einer Leiter drübba kommt, im tiefsten Gestrüpp, nein! einfach so, unter einem Baum 2 Meter neben dem Zaun.
Am Mittwoch waren zwei Freunde von Maxies Eltern da, die kannt ich schon. Mit ihren Kindern und Enkeln, die kannt ich noch nicht. Es war ein richtig britischer Tag. Die Kinder haben im Fluss gespielt. Da kann man ja alle möglichen Krabbelviecher finden und auch kleinere Fische. Dann haben wir ein Picknick gemacht und nachmittags haben wir Drachen steigen lassen.
Hier muss erwähnt werden, dass die Mutter von Max eine technische Designerin ist. Sie hat die Drachen, natürlich, selbst gebaut und eine wahnsinnig geniale Extra-Konstruktion dazu erfunden. Mit einem Flügel-Dingsdabums kann man kleine Fallschirmspringer die Schnur hinauf wehen lassen. Wenn das Dingsdabums an den Drachen oben stößt, fällt der Fallschirmspringer herab und die Flügel schließen sich, so dass sie wieder die Schnur herunter rutschen.
Das Beste an diesem Tag war daran, dass man kleine Kinder losschicken konnte, die die Fallschirmspringerchen dann wieder eingesammelt haben ;-)
Macht einen wahnsinns Spaß!
Um 4 Uhr nachmittags gibt’s dann wieder eine Teepause mit Keksen und manchmal auch Kuchen. Bis zum Abendessen gibt’s noch mal Suche im Netz, E-Mails lesen, Briefe schreiben, aufräumen, Blog tippen, Fotos sortieren und in mein Online-Fotoalbum stellen:
http://picasaweb.google.com/H.Pennig/Scotland
Und wenn’s uns langweilig wird (oder auch sonst mal ;-), dann machen wir einfach was Lustiges. Zum Beispiel an einem sonnigen Sommertag mit dem Touristen-Doppel-Decker-Bus durch Edinburgh fahren und uns den schottischen Wind um die Nasen wehen lassen. Oder auch zu Bekannten fahren und Heu machen. Oder über den Firth of Forth nördlich von Edinburgh fahren und das Earthship (ist auf dem Ecology Centre (wo ich mal gearbeitet hab)-Gelände und durch deren Zusammenarbeit ich bei Bau jenes selbigen mitgeholfen habe (für etwa zwei Wochen))) anschauen (naja, es war schon wieder zu!) und Lynda (eine Freundin, die mal in Ulm gearbeitet und bei uns gewohnt hat) in Kirkcaldy (nächste Stadt, neben Kinghorn, wo Ecology Centre und auch Earthship zu finden sind) besuchen.
Und abends gibt’s dann ein Riesenessen. Das wär bei uns normal der Sonntagsbraten: Gemüse, Kartoffeln, Fleisch und Nachtisch! Und das jeden Tag mit Variationen. Ab und zu mal auch was Einfacheres wie Nudelauflauf. Also verhungern kann man hier nicht.
Dann gibt’s noch Bildungsfernsehn (ich muss ja schließlich Englisch lernen und auch allesmögliche über das Leben in Scotland/Great Britain).
Und dann geh ich wieder schlafen.
Monday, 14 July 2008
mal wieder
So, da bin ich mal wieder! Wie die Zeit vergeht!
Arg viel Neues gibt’s ja nicht hier. Wir suchen nach wie vor ein Stückchen Land. Dafür fahren wir in der Gegend rum und durchsuchen das Internet. Alles eher weniger spannend für Außenstehende.
Mittlerweile war ich auf den Orkneys. Frank (von Culdees) hat neuerdings einen Hund. Den durfte er aber noch nicht mit in Urlaub nehmen. Er ist jetzt Hostel-Manager in Kirkwall auf den Orkneys. So bin ich kurzentschlossen nach Kirkwall gefahren und hab 10 Tage auf ihn aufgepasst, den Hund. Max war derweil bei einem Freund mit Windanlagen spielen.
Der Hund ist sehr lieb, aber auch sehr fressenbesessen. Er frisst einfach alles, was er findet. Und es ist sehr schwer ihn davon abzuhalten. Neben Hundesitten hab ich natürlich auch die Orkneys besichtigt. War ja bisher noch nie dort oben. Ich saß 12 Stunden im Bus, um überhaupt mal hinzukommen.
Die Orkneys sind sehr interessant, denn da gibt’s Unmengen von uralten Dingen. Ich habe z.B. ein Jungsteinzeitdorf (Skara Brae) angeschaut und auch diverse standing stones. Steinkreise, ein bisschen wie Stonehenge. Außerdem ehemalige Paläste und Schiffwracks. Die Orkneys haben eine lebhafte Geschichte.
Neben der Kultur ist natürlich die Natur spektakulär. Mit dem Hund bin ich dreimal täglich an einem schönen Sandstrand spazieren gegangen. Dort habe ich Möwen aller Art, Krabben, Muscheln, Sandwürmer, Quallen und vieles mehr beobachtet. Puffins waren leider außerhalb der Erreichbarkeit, da die Busse äußerst miserable Fahrpläne hatten.
Man kam entweder nur zu den Tourist-Haupt-Attraktionen, bei denen ich ja schon war, oder nur in eine Richtung. Morgens ging ein Bus hin, aber dann keiner mehr in die andre Richtung. Oder nur Samstag, aber Samstag fuhr der Bus am Morgen nicht. Wirklich sehr chaotisch und auch ein wenig frustrierend. Ein Fahrrad hätte ich mir schon ausleihen können, aber das hätte schon mal 10 Pfund für den Tag gekostet und dann hätte ich all die Meilen strampeln müssen, meist gegen den Wind. Und da ich ja dem Hund sein Fressen geben musste hatte ich immer nur halbe Tage Zeit. So wäre ich auch nicht hin- und wieder zurück gekommen.
Alles in allem waren die Orkneys aber doch ein schönes Erlebnis und ich durfte wieder einen neuen Teil Schottlands kennen lernen.
Seit dem 7.7. bin ich und Maxie auch wieder hier bei seinen Eltern. Wir helfen ein wenig mit hier und da, so dass wir nicht nur geduldete Gäste sind. Naja, wir würden schon lieber was eignes haben. Aber manchmal braucht man ein wenig Geduld im Leben. (Und die Hauspreise fallen ja, oder besser jetzt erst recht, so dass wir wohl auch was Passenden finden können.)
Arg viel Neues gibt’s ja nicht hier. Wir suchen nach wie vor ein Stückchen Land. Dafür fahren wir in der Gegend rum und durchsuchen das Internet. Alles eher weniger spannend für Außenstehende.
Mittlerweile war ich auf den Orkneys. Frank (von Culdees) hat neuerdings einen Hund. Den durfte er aber noch nicht mit in Urlaub nehmen. Er ist jetzt Hostel-Manager in Kirkwall auf den Orkneys. So bin ich kurzentschlossen nach Kirkwall gefahren und hab 10 Tage auf ihn aufgepasst, den Hund. Max war derweil bei einem Freund mit Windanlagen spielen.
Der Hund ist sehr lieb, aber auch sehr fressenbesessen. Er frisst einfach alles, was er findet. Und es ist sehr schwer ihn davon abzuhalten. Neben Hundesitten hab ich natürlich auch die Orkneys besichtigt. War ja bisher noch nie dort oben. Ich saß 12 Stunden im Bus, um überhaupt mal hinzukommen.
Die Orkneys sind sehr interessant, denn da gibt’s Unmengen von uralten Dingen. Ich habe z.B. ein Jungsteinzeitdorf (Skara Brae) angeschaut und auch diverse standing stones. Steinkreise, ein bisschen wie Stonehenge. Außerdem ehemalige Paläste und Schiffwracks. Die Orkneys haben eine lebhafte Geschichte.
Neben der Kultur ist natürlich die Natur spektakulär. Mit dem Hund bin ich dreimal täglich an einem schönen Sandstrand spazieren gegangen. Dort habe ich Möwen aller Art, Krabben, Muscheln, Sandwürmer, Quallen und vieles mehr beobachtet. Puffins waren leider außerhalb der Erreichbarkeit, da die Busse äußerst miserable Fahrpläne hatten.
Man kam entweder nur zu den Tourist-Haupt-Attraktionen, bei denen ich ja schon war, oder nur in eine Richtung. Morgens ging ein Bus hin, aber dann keiner mehr in die andre Richtung. Oder nur Samstag, aber Samstag fuhr der Bus am Morgen nicht. Wirklich sehr chaotisch und auch ein wenig frustrierend. Ein Fahrrad hätte ich mir schon ausleihen können, aber das hätte schon mal 10 Pfund für den Tag gekostet und dann hätte ich all die Meilen strampeln müssen, meist gegen den Wind. Und da ich ja dem Hund sein Fressen geben musste hatte ich immer nur halbe Tage Zeit. So wäre ich auch nicht hin- und wieder zurück gekommen.
Alles in allem waren die Orkneys aber doch ein schönes Erlebnis und ich durfte wieder einen neuen Teil Schottlands kennen lernen.
Seit dem 7.7. bin ich und Maxie auch wieder hier bei seinen Eltern. Wir helfen ein wenig mit hier und da, so dass wir nicht nur geduldete Gäste sind. Naja, wir würden schon lieber was eignes haben. Aber manchmal braucht man ein wenig Geduld im Leben. (Und die Hauspreise fallen ja, oder besser jetzt erst recht, so dass wir wohl auch was Passenden finden können.)
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